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Vereine
Ein Dankeschön fürs Anpacken im Kulturhaus Sagar

Ein Teil der Helfer, die bei der Sanierung des Sesselraumes mit angepackt haben.
Ein Teil der Helfer, die bei der Sanierung des Sesselraumes mit angepackt haben. FOTO: Regina Weiß / LR
Sagar. Die Sanierungsarbeiten im Sesselraum und an den Sanitäranlagen gehen in den Endspurt.

Im Dezember 2016 kam die gute Fördermittel-Nachricht. Ein Jahr später kann sich sehen lassen, was aus diesem Geld geworden ist: Der Sesselraum im Kulturhaus Sagar sowie die Sanitäranlagen sind nicht mehr wiederzuerkennen. Eine gute Gelegenheit, um den Helfern mal Danke zu sagen. Und genau das macht der Kulturhausverein Sagar am Abend vor dem Weihnachtsfest.

Dafür schmeißt „Grillmeister“ Mario Brendel das Feuer an, um der Bratwurst zur entsprechenden Farbe zu verhelfen, Brötchen werden geschmiert und das Bier kalt gestellt. Bevor an den Feiertagen die Familien den Vorzug bekommen, trifft man sich am Ort des Geschehens in geselliger Runde. Und das auch deshalb, weil man stolz auf das Erreichte ist.

Mit der Leader-Förderung klappte im zweiten Anlauf das, womit im ersten Antragsrennen der Verein noch kein Glück hatte: Es floss Geld für die Neugestaltung des Sesselraums. Die blauen Sitzgelegenheiten aus DDR-Zeiten sind lange weg, der Name ist geblieben. Außerdem gab es Fördermittel für den Einbau einer Behindertentoilette und die Komplettüberholung der Toilettenanlage für Weib- und Männlein.

So wurden die alte Bar abgerissen, das Dach des Anbaus neu gedämmt, die Türdurchgänge wegen der Barrierefreiheit verbreitert, neue Elektroleitungen verlegt und der DDR-Charme der Toiletten herausgerissen und durch moderne Anlagen ersetzt. Zu guter Letzt hat alles noch einen neuen modernen Anstrich bekommen. Rund 70 000 Euro sind in das Projekt geflossen.

Regionale Handwerker haben ihren Teil dazu beigetragen – die Auftragsvergabe erfolgte über die Gemeinde –, außerdem haben die Vereinsmitglieder und ihre Helfer angepackt. An die 30 Leute haben mitgemacht. Nur gemeinsam, so Vereinschef Martin Brendel, sei die ganze Arbeit zu schaffen gewesen. Vor allem in der relativ kurzen Zeit. „Es sind ja nur zwei Monate gewesen“, so Grit Brendel, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit vom Verein. Neben dem Vereinsvorsitzenden haben Mario Rottnick, Wolfgang Glowna und Enrico Noack viel Zeit auf der Baustelle verbracht, manchmal waren sie sogar jeden Tag vor Ort.

Dem Verein, der sich im Jahr 2011 gründete und das Kulturhaus seit 2014 gepachtet hat, eröffnet der neu gestaltete Vereins- und Traditionsraum weitere Möglichkeiten der Vermietung und damit Einnahmen. Um die 60 Personen können hier Platz finden. In der Gaststube gibt es Platz für bis zu 40 Personen, im Saal für bis zu 200. „Wir werden sehr gut angenommen“, kann Grit Brendel einschätzen. Sie hofft, dass das Interesse an dem angebot jetzt sogar noch wachsen wird.

Im neuen Vereinszimmer soll auch die neue Bar ihren Platz finden. Sie soll bis zur Männerfastnacht am 3. Februar aufgebaut sein.

Derweil werden die neuen Sanitäranlagen für Silvester gebraucht. Dann richtet der Verein eine Silvesterfeier aus. Dafür muss aber erst mal geputzt werden. Am morgigen Freitag ab 15 Uhr sind Helfer im Kulturhaus willkommen.