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Ein Dankeschön für "Stumpe" beim kleinen Sportfest

Mit einem Dankeschön wurde Spielerlegende und Sponsor Fritz "Stumpe" Haink während des kleinen Sportfestes bedacht.
Mit einem Dankeschön wurde Spielerlegende und Sponsor Fritz "Stumpe" Haink während des kleinen Sportfestes bedacht. FOTO: amz1
Uhyst. Eigentlich sollte am Sonnabend das Sportfest des Uhyster SV stattfinden. Stattdessen hat es "nur" ein Altherren-Turnier gegeben. amz1

Warum, erklärt Vorsitzender Andreas Gabbert so: "Unser Verein ist in diesem Jahr schon stark beansprucht worden. Ich erinnere nur an die 675-Jahr-Feier im Juni und an das Oldtimer-Treffen vor erst einer Woche. Da wäre ein größeres Sportfest nicht machbar gewesen."

Nicht zuletzt schauen die Uhyster Fußballer bereits ins Jahr 2018. Dann jährt sich nämlich die Gründung des Vereins, damals als Betriebssportgemeinschaft (BSG), zum 70. Mal. "Das wird auf jeden Fall gefeiert. Wie genau, werden wir in den kommenden Monaten festlegen", so Gabbert.

Ein Jubiläum gibt es bereits schon in diesem Monat. Denn im August vor genau 40 Jahren wurde der jetzige Sportplatz am Westende der Schulstraße nach sage und schreibe einem Jahrzehnt Bauzeit eingeweiht. Zuvor hatten die Uhyster auf ihrer legendären, nur einen Steinwurf entfernten Schotterwiese gekickt. Und während der 1930er-Jahre waren die Sportler auf dem Areal an der alten Mühle an der Straße nach Schöpsdorf aktiv. Dieses musste später dem Tagebau Bärwalde weichen. Heute befindet sich dort das Wildtiergehege.

Indes nutzen die Funktionäre des Uhyster SV das "kleine Sportfest", um einem besonders verdienstvollen Ex-Fußballer zu danken: Fritz Haink, Spitzname "Stumpe". Der heute 84-Jährige hatte bereits zu Beginn der 1950er-Jahre als gefürchteter Linksaußen für Uhyst gekickt. Nach der Flucht in den Westen anno 1953, wo Haink im rheinischen Krefeld als Unternehmer tätig wurde, kehrte der Sportler 40 Jahre später in die alte Heimat zurück. Mit seiner Frau Ulla baute er die Gaststätte und Pension "Zum Adler" in der Uhyster Ortsmitte auf. Bis heute engagiert sich der 84-Jährige intensiv für den Fußball im Spreedorf. Darüber hinaus weiß der Uhyster SV mit weiteren Haudegen aufzutrumpfen. Neben Vereinschronist Siegmar Schmidt, der einst als Spieler und Trainer fungierte, gehören auch der langjährige Sektionsleiter Fußball, Karl-Heinz Krause, sowie der mit 62 Jahren aktuell älteste Uhyster Fußballer, Peter Ruhner, zu diesem Kreis. Jetzt gehen die Uhyster Fußballer einer hoffnungsvollen Zukunft entgegen. Eine neue Mannschaft wirbelt ab der Saison 2017/2018 in der 1. Kreisklasse des Fußballverbandes Oberlausitz. Zudem fährt die Alte-Herren-Truppe in Kombination mit den "Boxberger Findlingen" in der Senioren-Kleinfeld-Liga öfter Siege und Punkte ein. Mehr noch: Das Vereinsheim wurde vor erst drei Jahren grundhaft saniert. Und der Sportplatz befindet sich in einem super Zustand. Nur eine Sache wurmt die Sportler derzeit. "Wir müssen unser Abwasser dezentral entsorgen, daher zahlen wir einen hohen Preis", bringt Hans-Jörg Mudra, stellvertretender Ortsvorsteher, das Problem auf den Punkt. Auf Grund des jetzt wieder aufgenommenen Ligen-Betriebes steige logischerweise der Wasserbedarf und damit der Preis. "Dafür hätten wir von der Gemeinde Boxberg gern einen Nachteilsausgleich", fordert Mudra. Aktuell gehören 65 Mitglieder zum Uhyster Sportverein.