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Ein besserer Saisonstart geht nicht

Natürlich vor allem bei Kindern sehr beliebt: das Mühlroser Schwimmbad. Die Saison ist am Wochenende offiziell eröffnet worden.
Natürlich vor allem bei Kindern sehr beliebt: das Mühlroser Schwimmbad. Die Saison ist am Wochenende offiziell eröffnet worden. FOTO: amz1
Mühlrose. 27 Grad Celsius Lufttemperatur, 23 Grad im Wasser, strahlender Sonnenschein und kein Wölkchen am Himmel. Dazu viele Gäste, insbesondere Kinder: Einen besseren Saisonstart hätten sich die Mitglieder des Kultur- und Sportvereins (KSV) Mühlrose kaum wünschen können, wie Vorsitzender Ernst-Gerd Paufler resümiert. amz1

Zum Saisonauftakt 2017 haben die Ehrenamtler ein kleines Kindersportfest auf die Beine gestellt. Der Nachwuchs kann sich unter anderem bei Feuerwehrübungen, bei Sport und Spiel, unter anderem auf der vom SV Trebendorf zur Verfügung gestellten Hüpfburg, richtig austoben. Zudem wird der Maibaum geworfen. In drei Altersklassen dürfen die Kinder rennen, um Maikönig zu werden. Am Ende haben Jonas Zech aus Mühlrose, Noah Bertko aus Räckelwitz bei Kamenz sowie Pavel Röhle aus Klein-Trebendorf die Nasen vorn.

Die meisten Gäste zieht es natürlich ins Wasser. Das Becken ist zwar "nur" 1,40 Meter tief, zum Abkühlen und zum Schwimmen reicht es allemal. Selbst ein Bademeister fehlt nicht. Seit vielen Jahren passt Rettungsschwimmer Erich Krauz auf die Badegäste, vorwiegend Kinder, auf. Verstärkung naht: Eine zweite Kraft befinde sich in der Ausbildung, so Ernst-Gerd Paufler. Große Verantwortung hat auch Manfred Krauz. Er kennt sich mit der Technik des Bades bestens aus. Nicht zuletzt trägt der Mühlroser den inoffiziellen Titel als "Wasserverantwortlicher".

Und die Kinder? Denen gefällt es im Mühlroser Bad prächtig. Sie kommen längst nicht nur aus dem gastgebenden Ort, sondern selbst bis aus Weißwasser. Anlass bilden die für heutige Verhältnisse extrem günstigen Eintrittspreise. So koste beispielsweise eine Jahreskarte gerade einmal zehn Euro. Dafür gibt es in manchen Bädern nicht mal ein Tagesticket. Nicht zuletzt, so berichtet Ernst Paufler, könnten sich die Eltern in Sicherheit wiegen, dass ihre Sprösslinge vom Schwimmbad-Team stets gut behütet werden. Kein Wunder also, als auch viele Kindergartengruppen und Schulklassen die Einrichtung gern und oft nutzen.

Das Mühlroser Schwimmbad entstand laut Altbürgermeisterin Rosemarie Noack in den Jahren 1973/1974 im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes (NAW). Obwohl es im Laufe der Jahrzehnte manche Panne gab, etwa das ungewollte Verschwinden des Wassers durch diverse Risse, haben es die engagierten Mühlroser immer geschafft, ihr Prunkstück zu erhalten. Das solle, so lautet die Vision, auch im Zuge der vom Bergbauunternehmen Leag avisierten Umsiedlung des 200-Einwohner-Ortes so bleiben. "Natürlich wollen wir unser Bad an den neuen Standort mitnehmen", sagt Ernst-Gerd Paufler. Das müsse entsprechend verhandelt werden.

Der KSV Mühlrose führt in Abstimmung mit der Gemeinde Trebendorf zweimal im Jahr Arbeitseinsätze durch. Während des jüngsten wurden unter anderem Unmengen alten Laubes entsorgt und die Technik gewartet. Jetzt lädt das Bad täglich zur Erfrischung ein. Und zwar an sieben Tagen die Woche bis Anfang September. Geöffnet ist in der Regel ab 15 Uhr, an den Wochenenden und während der Sommerferien bereits ab 14 Uhr.