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| 18:25 Uhr

Bildung
Ein aufregender Vormittag rund um die „112“ in der Kita Rohne

Melanie Müller arbeitet in der Kita Rohne und hatte am Dienstag ihren Prüfungstag als Erzieherin. Höhepunkt war ein simulierter Unfall. Karlo war mit dem Rad gestürzt und hatte sich verletzt. Was ist in einem solchen Fall alles zu tun?
Melanie Müller arbeitet in der Kita Rohne und hatte am Dienstag ihren Prüfungstag als Erzieherin. Höhepunkt war ein simulierter Unfall. Karlo war mit dem Rad gestürzt und hatte sich verletzt. Was ist in einem solchen Fall alles zu tun? FOTO: Gabi Nitsche
Rohne. Karlo ist gestürzt in der Kita. Was ist zu tun? Dass die Kinder das gelernt haben, zeigen sie am Prüfungstag einer künftigen Erzieherin. Von Gabi Nitsche

„Karlo, Karlo, was ist denn passiert?“, rufen die Kinder dem Sechsjährigen zu. Der liegt samt Fahrrad auf dem Boden und guckt ängstlich. Das Kind war gestürzt. Zumindest sah es so aus. Doch es war alles nur geschauspielert und Teil des Prüfungstages von Melanie Müller. Sie arbeitet in der Kita Milenka in Rohne, hat die Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin absolviert und Dienstag war nun ihr wichtigster Tag. Die Kollegen verfolgten das Geschehen, drückten ihr die Daumen.

Mit dabei waren auch die Lehrer Ulrike Kobalz und Anke Philipp vom Beruflichen Schulzentrum Konrad Zuse in Hoyerswerda. Dort leistete Melanie Müller die schulische Ausbildung. Und die beiden Lehrerinnen beobachteten gestern alles mit Argusaugen. Melanie Müller hatte die Aufgabe, ein Projekt umzusetzen mit einem Thema, das die Kinder interessiert. „Eine Reise durch meinen Körper“ war die große Überschrift und es ging dabei um die unterschiedlichsten Sachen, auch um Verletzungen, mögliche Gefahrenquellen und darum, was bei einem Unfall zu machen ist. Stichwort Notrufnummer 112. War es Melanie Müller gelungen, den Kindern das notwendige Wissen zu vermitteln? Beim simulierten Fahrradunfall sollte sich das zeigen.

Tatsächlich kümmerten sich die Mädchen und Jungen rührend um ihren Karlo. Luise rannte los, holte ein Kühl-Pack und legte das auf das lädierte Knie von Karlo. „Welche Nummer müssen wir denn wählen, um Hilfe zu holen?, fragte Melanie Müller. Von allen Seiten riefen ihr die Kinder zu „112“. Am anderen Ende des Telefons wurde gefragt, was passiert ist. Prompt fiel die Antwort: „Karlo ist gestürzt und kann nicht mehr laufen.“ Wo denn der Unfall passiert sei, fragte der freundliche Mann. „In der Kita Milenka in Rohne“, wussten die Steppkes. Luise konnte sogar die Straße nennen. Super. Auch alles andere klappte wie am Schnürchen. Eine Urkunde wird nun jedes Kind an den aufregenden Vormittag erinnern.

Die Kinder sind sehr bemüht um den „verletzten“ Karlo. Luise hat ein Kühl-Pack geholt für das lädierte Knie des Jungen.
Die Kinder sind sehr bemüht um den „verletzten“ Karlo. Luise hat ein Kühl-Pack geholt für das lädierte Knie des Jungen. FOTO: Gabi Nitsche