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| 16:51 Uhr

Grün fürs Schloss
Ein seltener Affenbrotbaum für das Kromlauer Hochzeitszimmer

Einen riesigen Affenbrotbaum kann nun das Kromlauer Schloss sein eigen nennen.
Einen riesigen Affenbrotbaum kann nun das Kromlauer Schloss sein eigen nennen. FOTO: Ingolf Tschätsch
GABLENZ. Die Gablenzerin Ursula Pittermann hat das schwergewichtige Gewächs der Gemeinde gespendet. Am Mittwoch fand es seinen neuen Platz. Von Ingolf Tschätsch

 Eine ungewöhnliche Aktion ist am Mittwochmorgen in Gablenz über die Bühne gegangen. Ein schwergewichtiger und seltener Affenbrotbaum wurde vom Grundstück der Familie Pittermann im Wiesengrund in das Schloss nach Kromlau gebracht. Dort fand er im Hochzeitszimmer seinen neuen Platz. Ursula Pittermann hatte das Exemplar – auch Geldbaum genannt – der Gemeinde gespendet. „Der Baum wurde mir vor über 30 Jahren von einer Schülerin geschenkt. Jetzt  ist er mittlerweile 1,60 Meter hoch und 1,50 Meter breit und für uns viel zu schwer geworden. Von Mai bis Oktober stand er unter dem Vordach unseres Hauses. Dann mussten wir ihn in der kalten Jahreszeit nach drinnen schleppen und im Frühjahr wieder nach draußen. Eine unglaubliche Plackerei. Das war nur mit drei, vier Leuten zu schaffen. Ulrich, mein Mann, hatte dafür extra eine schiefe Ebene gebaut“, erzählt die ehemalige Direktorin der früheren Gablenzer Schule der RUNDSCHAU.

Es musste also eine andere Lösung her. „Mir kam die Idee, den Baum für  einen guten Zweck zu spenden. Da mir die Aufwertung unseres sanierten Kromlauer Schlosses sehr am Herzen liegt, fiel mir das dortige Hochzeitszimmer als geeigneter Platz ein“, so die Seniorin weiter, die sich im Heimatverein ihres Dorfes aktiv einbringt. Sie habe dann mit Carmen Rackel von der Kromlauer Touristinformation darüber gesprochen. Sie sah sich den Affenbrotbaum an und fand den Gedanken von der Spende gut. Er konnte also in die Tat umgesetzt werden.

Am Mittwochmorgen dann ging es an die Realisierung. Keine ganz einfache Sache. Der Kromlauer Gemeindearbeiter Frank Domel rückte mit einem Radlader bei Pittermanns an. Zwei weitere Helfer mit Multicar waren ebenfalls zur Stelle.  Mit einiger Mühe gelang es den Drei, den Affenbrotbaum auf den Multicar zu bugsieren und nach Kromlau zu schaffen. Am Schloss angekommen, folgte mit dem Abladen und dem Transport ins Innere die nächste Hürde. Nach einer Stunde konnte die Aktion erfolgreich abgeschlossen werden. Das Gewächs mit seinen dicken grünen Blättern stand an seinem neuen Platz im Hochzeitszimmer. Übrigens in guter Nachbarschaft mit der Yucca-Palme, die Ursula Pittermann bereits zuvor für Schloss gespendet hatte.