Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat am Dienstagabend 17 Frauen und Männer, die sich um den Freistaat verdient gemacht habenmit dem Sächsischen Verdienstorden geehrt. Unter den Ausgezeichneten im der Fürstengalerie des Residenzschlosses in Dresden waren am Abend auch zwei Männer aus dem Nachbarbarland Polen, die sich um die Erhaltung und Wiederbelebung des Fürst-Pückler-Parks auf beiden Seiten der Neiße in Bad Muskau und Leknica verdient gemacht haben.

Ausgezeichnet wurde Jósef Tarniowy (66) der Direktor des Kreisarbeitsamtes Źary. Gemeinsam mit dem deutschen Partner-Arbeitsamt in Görlitz entwickelte er Anfang der 1990er Jahre ein innovatives Projekt gegen Jugendarbeitslosigkeit mit dem Ziel Fachkräfte für Landschaftspflege und Gestaltung auszubilden. Aus dem Projekt „Arbeiten und Lernen über Grenzen“ rekrutierte sich auch das heute festangestellte Parkpersonal.

Und auch eine zweite Auszeichnung hat ihre Wurzeln im Bad Muskauer Park. Denn mit der höchsten Auszeichnung des Freistaates geehrt worden ist am Dienstag auch der Kunsthistoriker Marius Czuba (49). Er ist der Vizedirektor des Nationalen Instituts für Kulturelles Erbe der Republik Polen. Unter seine Obhut fällt die Pflege, Restaurierung und Entwicklung des polnischen Teils der UNESCO-Welterbe-Stätte Muskauer Park. Seit 2008 hat er den offiziellen Sitz der Republik Polen im Stiftungsrat der „Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“ inne.

Der Orden wurde 1996 gestiftet und 1997 erstmals vergeben. Er honoriert besondere Verdienste um Sachsen und außerordentliche Leistungen auf politischem, sozialem, kulturellem oder wirtschaftlichem Gebiet.