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| 16:40 Uhr

Straßensperrung
Durchhalten bis 30. November

Vom Bahnübergang bis zum Jahnring ist die Friedensstraße in Schleife gesperrt. Bauarbeiten an der neuen Abwasserleitung und neue Hausanschlüsse machen die Sperrung notwendig. Toni Pohl von der Strabag verfüllt einen neuen Hausanschluss.
Vom Bahnübergang bis zum Jahnring ist die Friedensstraße in Schleife gesperrt. Bauarbeiten an der neuen Abwasserleitung und neue Hausanschlüsse machen die Sperrung notwendig. Toni Pohl von der Strabag verfüllt einen neuen Hausanschluss. FOTO: Joachim Rehle
Schleife. Die Arbeiten an den Friedensstaße in Schleife sollen bis Ende des Monats fertig sein. Von Christian Köhler

Die Schleifer müssen dieser Tage einiges aushalten. Weil die Abwasserleitungen neu verlegt werden – zum Teil auch mehrere Häuser neu ans System angeschlossen werden –, kommt es schon seit Wochen zu Verkehrsbehinderungen im Ort. Gerade wegen der Bauarbeiten an der Friedensstraße, einer Hauptverkehrsader der Gemeinde, kommt es wegen der veränderten Verkehrsführung mit Einbahnstraßenregelung zu längeren Fahrtzeiten für Anwohner und Supermarktnutzer.

„Am Jahnring und der Friedensstraße wird bis zur Hausnummer 7 ab Montag voll gesperrt“, erklärt Bauamtsleiter Steffen Seidlich. Hintergrund der vorgezogenen etwa 100 Meter langen Sperrung ist, dass „die neue Abwasserleitung dann an die bestehende angschlossen wird“.

Anwohnerin Katja Tschöpel ärgert das. „Wir werden einfach vor vollendete Tatsachen gestellt“, sagt sie der RUNDSCHAU. Sie könne nicht einmal ihr Grundstück mit dem Auto erreichen, erklärt sie weiter. Die Mutter zweier Kinder gehe in Schichten arbeiten, müsse ihre Kinder zur Kita bringen. Da komme der längere Fahrtweg äußerst ungelegen. „Und ab nächster Woche ist dann alles ganz dicht. Es heißt, wir sollen dann das Auto am Bahnhof stehen lassen“, ärgert sie sich weiter. Noch schlimmer aber sei, so die Anwohnerin, dass ein Krankenwagen nicht den Weg zu ihrem Nachbarn wegen der bestehenden Umleitung gefunden habe. „Das macht mich wütend und ärgert mich, zumal der Nachbar inzwischen verstorben ist“, so Katja Tschöpel.

Bauamtsleiter Steffen Seidlich erklärt, dass man im Zuge der Bauaufnahme „natürlich mit der Rettungsleitstelle, der Polizei, der Feuerwehr und den Betrieben des öffentlichen Nahverkehr alles besprochen hat“ und „ein Krankenwagen im Notfall auch entgegengesetzt der Fahrtrichtung fahren kann“. Er könne gut verstehen, dass die Anwohner alles andere als erfreut sind, „aber wie sonst soll man die Leitungen unter die Erde bekommen?“, fragt er.

Darüber hinaus handle es sich bei der Friedensstraße um eine Maßnahme des Landesamtes für Straßenwesen und Verkehr (Lasuv) und das hat vorgeschrieben, dass die Arbeiten bis zum 30. November erledigt sein müssen. „Es ist sicher nicht alles optimal, aber es handelt sich noch um drei Wochen“, versucht er zu beruhigen. Zudem komme natürlich jeder zu seinem Grundstück, so Seidlich „wir werden aber nicht jeden Schleichweg, den die Schleifer ohnehin kennen, ausschildern“.

Dass die Polizei außerdem die Einbahnstraßenregelung kontrolliert, dient der Sicherheit der Bauleute. „Und auch Anwohner müssen sich an die Verkehrsregeln halten“, appelliert Bauamtsleiter an die Vernunft der Autofahrer.