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| 15:19 Uhr

Kromlauer Park
Dresdener Firma sichert die Kromlauer „Orgel“

 Die Sicherung der Basaltgruppe im Kromlauer Park kann nun auch in Angriff genommen werden.
Die Sicherung der Basaltgruppe im Kromlauer Park kann nun auch in Angriff genommen werden. FOTO: Regina Weiß
Kromlau. Der Gemeinderat Gablenz vergibt einen weiteren Bauauftrag für das Rakotzensemble. Die Arbeiten nehmen nun langsam Fahrt auf. Die Grundsteinlegung an der Grotte soll im Juli sein. Von Regina Weiß

Erst am 13. Mai hatte Bürgermeister Dietmar Noack (CDU) Blumen sprechen lassen. Damals war der Gemeindechef davon ausgegangen, mit seinem jetzigen Gemeinderat letztmalig Entscheidungen fällen zu müssen. Doch manchmal kommt es anders. Am Donnerstag gab es nun keine Blumen für die Räte, dafür aber eine weitere wichtige Entscheidung das Rakotz-Ensemble betreffend. Ein weiterer Bauauftrag wurde auf den Weg gebracht. Dafür sind die Räte kurzfristig zu einer Sondersitzung zusammengerufen worden. Nach dem Auftrag für den Wiederaufbau der Grotte, der im April ausgelöst werden konnte, geht es nun um die Basaltsäulengruppe, die mitten im Rakotz steht. Die auch als Orgel bekannten Stelen werden von der Firma Schubert Steinmetz und Steinbildhauer GmbH aus Dresden gesichert und instandgesetzt. Es ist dieselbe Firma, die auch den Auftrag für die Grotte erhalten hat.

Laut Dietmar Noack waren zwei Angebote nach der Ausschreibung eingegangen. Das wirtschaftlichste, das auch den Zuschlag bekommen hat, liegt unterhalb der Schätzung. Das zweite Angebot wäre sehr teuer geworden, deutet Noack nur an. „Wir können froh sein, dass wir zwei Angebote hatten“, zeigt er sich erleichtert. Der Bauauftrag beläuft sich in auf rund 386 000 Euro. Auf Nachfrage von Gemeinderat Uwe Horbaschk wurde erläutert, dass das die reinen Baukosten seien, ohne Planung und Baunebenkosten.

Nachdem der Bauzaun jetzt im Mai einjähriges Bestehen gefeiert hat, nehmen die Arbeiten im ehemaligen See Fahrt auf. „Es wird Zeit, dass es vorwärts geht“, findet der Bürgermeister. Die Zeit der vielfältigen Untersuchungen zu den problematischen Gründungsverhältnissen der Bauwerke beziehungsweise zu den Materialien haben lange Zeit in Anspruch genommen und die Beteiligten der Gemeinde ein bisschen auf die Folter gespannt. Deshalb hat man sich von der ursprünglichen Idee der Grundsteinlegung an der Grotte zum Pfingstfest verabschiedet. Ein neuer Termin wird für den Juli geplant. „Dafür muss erst etwas zu sehen sein“, findet der Gemeindechef.

Jetzt tut sich was hinter dem Bauzaun. Die Dresdener Firma ist seit dieser Woche dabei, die Baustelle einzurichten und wird in den nächsten Tagen an der Grotte beginnen. Bevor wieder aufgebaut werden kann – am Computer ist das vorher modellhaft simuliert worden –, werden die Steine abgetragen, vermessen und gesichert.

Derweil wird der Kromlauer Park wieder von Besuchermassen „gestürmt“. Es ist Zeit der Azaleen- und Rhododendronblüte. Klar, dass die Besucher auch wissen wollen, wie es im Herzstück der Parkanlage vorwärts geht. Deshalb wird es eine Art Bautagebuch geben. Dafür wird hinterm Bauzaun eine weitere Tafel errichtet, die entsprechende Informationen enthält. Das würde auch bei anderen großen Baumaßnahmen so gemacht. Noack nennt das Beispiel Berliner Schloss. Für diese Form der Dokumentation gibt die  Gemeinde Gablenz 2000 Euro aus. Eine Summe, die ebenfalls gefördert wird.

Für die Sanierung des Rakotz­ensembles stehen der Gemeinde 4,2 Millionen Euro zur Verfügung, die das Land und der Bund bereitstellen.

 Die Sicherung der Basaltgruppe im Kromlauer Park kann nun auch in Angriff genommen werden.
Die Sicherung der Basaltgruppe im Kromlauer Park kann nun auch in Angriff genommen werden. FOTO: Regina Weiß