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Drei Apfelbäume als Symbol für den Neubeginn

Pflanzaktion am Tagebaurand mit Generalsuperintendent Martin Herche, Bergbauseelsorgerin Antje Schröcke und Pfarrer Martin Zinkernagel (l.) sowie Leag-Revierförster Olaf Hanspach (2. v. l.).
Pflanzaktion am Tagebaurand mit Generalsuperintendent Martin Herche, Bergbauseelsorgerin Antje Schröcke und Pfarrer Martin Zinkernagel (l.) sowie Leag-Revierförster Olaf Hanspach (2. v. l.). FOTO: Martina Arlt/mat1
Weißwasser. Unter dem Motto "Soweit Himmel und Erde ist" hat dieses Jahr der Ökumenische Tag der Schöpfung am 1. September gestanden. mat1

Aus diesem Anlass lud die Bergbauseelsorgerin Antje Schröcke aus dem Kirchspiel Schleife zu einem Gottesdienst ein. Nachdem in den letzten Jahren sehr unterschiedliche Standorte dafür ausgewählt worden waren, baute Antje Schröcke dieses Mal den Altar im Besucherzentrum des Turmes am Schweren Berg auf.

Gestaltet wurde der einstündige Gottesdienst außerdem von Generalsuperintendent Martin Herche und Kirchenmusiker Björn Sobota. Die Besucher nahmen mit Blick zum Tagebau Nochten in den Räumen der Leag Platz.

Die Kohle errege natürlich besonders in der hiesigen Region die Gemüter, das würden alle wissen, sagte die Seelsorgerin. Deshalb würden für die Gottesdienste am Ökumenischen Tag der Schöpfung immer wieder Standorte ausgewählt, die irgendwie zu diesem Thema passen. In der Vergangenheit waren es zum Beispiel schon das Mulkwitzer Biotop oder der Findlingspark Nochten.

Nach dem Gottesdienst führte der Weg der Besucher bei strömendem Regen mit Superintendent Martin Herche und Bergbauseelsorgerin Antje Schröcke an der Spitze Richtung Tagebaukante. Dort erwartete sie Leag-Revierförster Olaf Hanspach. Im Terrassenbereich unterhalb des Turmes am Schweren Berg, wo die Fortschritte in der Rekultivierung unübersehbar sind, wurden drei Apfelbäume gepflanzt.

Auch der evangelische Pfarrer Martin Zinkernagel aus Weißwasser griff zum Spaten und pflanzte einen Baum.

Der Apfelbaum steht symbolisch für Leben und Neubeginn. Olaf Hanspach hatte alle Utensilien parat. In die Erde kamen die Sorten Roter Boskoop, Kaiser Wilhelm und Goldparmäne.

Fast zeitgleich fand der Hauptgottesdienst anlässlich des Tages der Schöpfung in Lübeck statt. In der Region am Tagebau Nochten wurde dieser zum fünften Mal in dieser Form begangen, berichtete die Seelsorgerin.