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Drehleiter, Rathaus und Gutenbergstraße 2015 größte Investitionen

FOTO: Preikschat
Weißwasser. Mit ihrem Kartenzeichen können die Stadträte von Weißwasser am Mittwoch mehr als zehn Millionen Euro für Investitionen freisetzen. Zwar sollen in diesem Jahr nur 4,7 Millionen verplant oder verbaut werden. dpr

Doch sind mit dem beschlossenen Haushalt für 2015 auch die Weichen gestellt für die drei größeren Projekte, die 2015 geplant und erst 2016 realisiert werden: der Neubau der Kita Regenbogen und des Horts für die Geschwister-Scholl-Grundschule sowie die Sanierung des Bahnhofs.

Insgesamt rund 7,1 Millionen Euro, so Finanzreferatsleiter Rico Jung, lässt sich die Stadt diese drei Baumaßnahmen zusammen kosten und rechnet dabei mit knapp drei Millionen Euro Fördermitteln. Dagegen überschreiten die Kosten der Einzelprojekte, die noch dieses Jahr realisiert werden sollen, nicht die Millionengrenze. Für neues Drehleiterfahrzeug, Rathaus-Brandschutz, Außenanlagen in der Froboeß-Grundschule sowie für die Sanierung von Marktplatz, Gutenbergstraße und Sportplatz in der Brunnenstraße werden jeweils 195 000 bis 838 000 Euro fällig. 421 000 Euro hat Rico Jung dieses Jahr für die Betreibung der Eishalle eingeplant, inklusive der Abschreibungen für das Objekt.

2,7 Millionen Euro, so Jung, müssten in diesem Jahr aus der Rücklage genommen werden. Für die kommenden Jahre geht der Finanzer von 1,5 Millionen-Euro-Defiziten aus. Das sei bedenklich, auch wenn die Vermögenslage der Stadt mit einem Barvermögen von 15 Millionen Euro noch gut sei. Voraussichtlich ab Mai werde man mit den Stadträten an einem neuen Haushaltssicherungskonzept arbeiten.

Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) wehrt sich indes gegen die Kritik, die Bürger in Leserbriefen an die RUNDSCHAU formulieren. So sind Petra und Jürgen Autrum der Meinung, dass in Weißwasser eine Million nach der anderen in den Sport fließt, "für andere Belange" aber kein Geld da sei. Von "Luxusausgaben für den Sport" ist in einem anonymen Schreiben die Rede, in dem auf die geplanten Ausgaben von 30 000 Euro für die Sanierung des Eingangshäuschens am Turnerheim-Sportplatz verwiesen wird.

Die meisten der jetzt vorgesehenen Investitionsprojekte jedoch, argumentiert Pötzsch, hätten mit Sport nichts zu tun. Außerdem frage er sich, welche "anderen Belange" das denn sein sollen, für die angeblich kein Geld da ist. Mit solchen unkonkreten Hinweisen könne er wenig anfangen.