Beim ersten Schlossgespräch im Jahr 2020 wird es politisch. Es geht um die Erinnerungskultur in Deutschland. Dabei werden am Dienstag, 17. März, der Blick von außen und der Blick von innen aufeinandertreffen. Das kann durchaus spannend sein. Für den Abend, das Gespräch beginnt um 18.30 Uhr im Festsaal, kooperieren die Konrad-Adenauer-Stiftung, der Park-Förderverein und die Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau

„Deutschland einig Vaterland?“ lautet der Titel der Gesprächsrunde, die sich mit der Erinnerungskultur Deutschlands im Jahr 2020 beschäftigt. Zu Gast ist die amerikanische Historikerin und Sachbuchautorin Hope Harrison, Professorin für Geschichte und Internationale Beziehungen an der George Washington University, die gerade ein Buch zum Thema vorgelegt hat: After the Berlin Wall: Memory and the Making of the New Germany, 1989 to the Present. Weiterer Gesprächsgast ist Maria Michalk aus Radibor, ab 1990 Abgeordnete der frei gewählten Volkskammer und bis 2017 Mitglied (CDU) des Deutschen Bundestags.

75 Jahre Frieden, 30 Jahre Deutsche Einheit

Erinnerungskultur in Deutschland 2020: 75 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg – 75 Jahre Frieden – und 30 Jahre Deutsche Einheit. Insbesondere die vergangenen 30 Jahre und der damit verbundene Wandel prägen die gegenwärtige Auseinandersetzung, heißt es in der Ankündigung der Stiftung.

Hope Harrison untersucht, wie in Deutschland mit der Erinnerung an die Berliner Mauer umgegangen wird. Wie funktioniert die Kultur des Erinnerns heute? Welche Rolle spielte die Mauer in der Entstehung einer neuen deutschen Erzählung? Was auf Bundes- oder Landesebene von Bedeutung ist, wird im regionalen Kontext teils von ganz anderen Ereignissen ergänzt oder vielleicht sogar überschattet. Denn Erinnerungskultur wird entscheidend von den Erfahrungen vor Ort geprägt. Speziell in der Lausitz stellt sich auch die Frage nach dem Umgang mit der sorbischen Kultur damals und heute. Passen also die amerikanische Außenperspektive auf die aktuelle Situation mit der Lausitzer Wahrnehmung, das heißt der Innenperspektive, zusammen?

Die Moderation übernimmt Joachim Klose, Landesbeauftragter der Konrad-Adenauer-Stiftung für den Freistaat Sachsen. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist erforderlich unter www.kas.de/sachsen.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Nach der Gesprächsrunde bittet der Förderverein um Spenden für sein nächstes Projekt – den Musikpavillon im Badepark.