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| 02:33 Uhr

Dietmar Woidke: Ehre und Verpflichtung zugleich

Dietmar Woidke bringt den Polen Glück. Neben Marschallin Elzbieta Polak (rechts) schaut er beim Feiertag der Woiwodschaft Lubuskie die erste Halbzeit vom Achtelfinale Polen-Schweiz. In dieser Zeit fällt das 1:0 für die Polen.
Dietmar Woidke bringt den Polen Glück. Neben Marschallin Elzbieta Polak (rechts) schaut er beim Feiertag der Woiwodschaft Lubuskie die erste Halbzeit vom Achtelfinale Polen-Schweiz. In dieser Zeit fällt das 1:0 für die Polen. FOTO: Regina Weiß
Bad Muskau. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hat Samstag im sächsischen Bad Muskau die "Ehrenauszeichnung für Verdienste um die Wojewodschaft Lubuskie" erhalten. Die höchste Würdigung der polnischen Partnerregion wurde Woidke im Rahmen des diesjährigen Tags der Wojewodschaft Lubuskie überreicht. Regina Weiß

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bringt den Polen Glück. Samstagnachmittag nimmt er sich im Muskauer Park die Zeit, um sich die erste Halbzeit des EM-Fußballspiels Polen gegen Schweiz anzuschauen.

Gemeinsam mit Elzbieta Polak, Marschallin der Woiwodschaft Lubuskie (Lebuser Land), fiebert er im vollen Fußballzelt mit. In der 39. Minute, als Jakub Blaszcykowski den Ball im Schweizer Tor versenkt, ist der Jubel schier grenzenlos. Woidke und Polak fallen sich in die Arme und drücken sich herzlich. Ein Bild mit Symbolik für die deutsch-polnische Zusammenarbeit.

Diese steht am Samstagnachmittag auch im Festsaal des Neuen Schlosses im Mittelpunkt. Im Schloss und Park feiert die Woiwodschaft Lubuskie den 25. Jahrestag der Unterzeichnung vom deutsch-polnischen Partnerschaftsvertrag. Dazu gehört auch eine festliche Sejmiksitzung. In deren Rahmen werden gleich mehrere Persönlichkeiten mit der höchsten Würdigung der polnischen Partnerregion ausgezeichnet. Über die Ehrenauszeichnung für Verdienste der Woiwodschaft Lubuskie freuen sich unter anderem Dietmar Woidke, Hansjörg König (Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Fürst-Pückler-Park), Cord Panning (Geschäftsführer der Stiftung), Ewa Johna (Mitarbeiterin der Stiftung) und Roland Richter (vormals Jobcenter Landkreis Görlitz).

"Die Auszeichnung ist eine große Ehre", sagt Dietmar Woidke im Gespräch mit der RUNDSCHAU. Er nehme sie stellvertretend für die Brandenburger an, die sich für die gute Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg engagiert haben. Gerade für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gebe es viele gelungene Beispiele. Woidke nannte gemeinsame Einrichtungen in den Doppelstädten, zweisprachige Kitas, in denen deutsche und polnische Kinder spielen und lernen. Die Auszeichnung sei gleichzeitig aber auch eine Verpflichtung. Denn längst sei noch nicht alles geregelt. Es gebe noch einige "Baustellen". Woidke meint damit beispielsweise bessere Bahnverbindungen oder die Klärung grenzüberschreitender Rettungseinsätze. Gleichzeitig lobt er das Geschaffene: "Ist es nicht ein Zeichen großen Vertrauens, dass wir heute bei einer Sejmiksitzung, die auch noch auf deutscher Seite stattfindet, zu Gast sein dürfen? Ist es nicht ein großer Erfolg, dass der Muskauer Park als gemeinsames deutsch-polnisches Unesco-Welterbe restauriert werden konnte? Dass eine Brücke wieder beide Teile des Parks miteinander verbindet und dass die Unesco den Muskauer Faltenbogen als Global Geopark anerkannt hat?"

Die gute Zusammenarbeit will auch Hansjörg König mit neuen Partnerschaften weiter vorantreiben. Nachdem die Kunstakademie aus Warschau im Muskauer Park schon mehrfach sichtbare Zeichen gesetzt hat - das jüngste erst am Samstagabend mit der erneuten Aufführung des Video-Mapping am Schloss - kann sich König gemeinsame Begegnungen mit Studenten der Kunsthochschule Dresden vorstellen: "Sie sollen gemeinsam an diesem tollen Ort künstlerisch experimentieren."