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| 13:23 Uhr

Investitionen
Dienstleister investiert 2,85 Millionen Euro

Karin Bartsch leitet die Stadtwerke in Weißwasser.
Karin Bartsch leitet die Stadtwerke in Weißwasser. FOTO: Joachim Rehle
Weißwasser. Die Stadtwerke Weißwasser haben sich anspruchsvolle Ziele für 2018 gestellt. Das größte Vorhaben ist die Jahnstraße. Von Gabi Nitsche

Hinter dem Team der Stadtwerke Weißwasser GmbH liegt ein erfolgreiches Jahr. Das berichteten die Geschäftsführer Karin Bartsch und Stefan Przymosins­ki am Mittwoch den Stadträten. Der erreichte Umsatz von 26,3 Millionen Euro bedeutet demnach einen Zuwachs von 4,5 Prozent. 2,8 Millionen Euro machte die Summe für Investitionen aus, wobei mehr als ein Drittel davon in Instandhaltungen flossen und somit ganz vielen regionalen Firmen zugute kamen, so Karin Bartsch.

„Wir können an alle Herausforderungen, die wir uns für 2017 stellten, einen dicken grünen Haken machen“, so die Chefin. Als markante Punkte nannte sie die Zusammenarbeit mit Weißwasser und kommunalen Gesellschaften, den Aufbau neuer Geschäftsfelder. So gelang es den Stadtwerken, erfolgreich an der Ausschreibung um die mobile Entsorgung von Abwässern teilzunehmen und diese seit Januar für Weißwasser, den Wasserzweckverband und Bad Muskau zu übernehmen. Dafür wurden ein neuer Mitarbeiter eingestellt und ein neues Fahrzeug angeschafft.

Etwa 150 000 Euro ließ sich das Unternehmen Qualifizierungen der Mitarbeiter kosten. „Wir haben ein absolutes top Team“, betonte Bartsch. Zu diesem gehören 99 Mitarbeiter, sechs Auszubildende und zwei Studenten. Zu den Erfolgen gehöre, dass 2017 ein Jahr ohne meldepflichtige Arbeitsunfälle war. Im Jahr zuvor standen noch vier zu Buche.

Die Stadtwerke sehen sich in der Rolle als Dienstleister in der Pflicht, für Lebensqualität zu sorgen. Daher nimmt die Förderung von Vereinen einen großen Raum ein. Über 50 Vereine wurden im vergangenen Jahr finanziell unterstützt. Stefan Przy­mosinski erinnerte an das 25-jährige Bestehen des Unternehmens, das im Juni 2017 im Rahmen des Weißwasseraner Stadtfestes gefeiert wurde. „Das hat uns viel Spaß gemacht“, so der Vize-Geschäftsführer. Und Tausenden Besuchern auch, wie die RUNDSCHAU berichten konnte.

Großen Wert legen die Stadtwerke darauf, ihr Know-how in den einzelnen Bereichen entsprechend vorgegebener Iso-Normen zertifzieren zu lassen. Hierzu fielen Stichworte wie Umwelt, Arbeitsschutz, Rohrleitungsbau, IT-Sicherheit und andere. „Wir haben alles bestanden.“ Den Aufgaben, die sich daraus ableiten, so Stefan Przymosinski, stelle man sich 2018.

Tendenziell würden sich die Herausforderungen verschärfen. Die Digitalisierung sei dabei ein Schwerpunkt, so Karin Bartsch. Hinzu komme die Energiewende. Das hindere die Stadtwerke nicht, nicht locker zu lassen, um Wachstum zu generieren und auf dem eingeschlagenen Weg voranzukommen. „Ende 2017 konnten die Stadtwerke den Pachtvertrag, also Betriebsführungsvertrag mit dem Wasserzweckverband Mittlere Neiße - Schöps, um drei Jahre verlängern. Das ist vom Umsatzvolumen von nahezu acht Millionen Euro pro Jahr ein ganz wichtiges Feld“, betonte Stefan Przymosinski. Anfang der Woche konnte die neue Trinkwasserleitung Boxberg-Weißwasser in Betrieb gehen. Im Fokus 2018 stehe die zweite Leitung für die Trinkwasserversorgung der Zukunft. Nach dem Stand des Gutachtens sei er zuversichtlich, so Przymosinski, dass die Strategie mit der Wasserfassung am Bärwalder See aufgeht.

Auch in diesem Jahr liegen rund 2,85 Millionen Euro bereit, die die Stadtwerke investieren wollen. Das größte Vorhaben ist die Jahnstraße, wo alle Medien der unterirdischen Wirtschaft erneuert werden. Von 1,5 Millionen Euro dafür ist die Rede. Des Weiteren stehen Zähler-Wechsel und die Digitalisierung der Messsysteme bevor.