Der polnische Serieneinbrecher, der im Februar in Piensk (Penzig) dingfest gemacht worden ist, sitzt nun in Deutschland in einer Justizvollzugsanstalt. Er ist vor wenigen Tagen nach Deutschland ausgeliefert worden, teilt die Polizeidirektion Görlitz mit. Kräfte der Soko Argus übernahmen den Mann von polnischen Beamten und führten ihn dem Haftrichter vor. Dieser ordnete Untersuchungshaft an.

Umfangreiche Ermittlungen der Soko Argus in Verbindung mit einer erfolgreichen Spurenauswertung hatte die Kriminalisten auf die Spur des 33-jährigen Täters gebracht. Die Staatsanwaltschaft Görlitz erwirkte einen europäischen Haftbefehl. Ende Februar nahmen polnische Fahnder ihn schließlich in Piensk fest. „Seit der Festnahme des Tatverdächtigen ist im Raum Rothenburg spürbar Ruhe eingekehrt“, so Susanne Heise, Leiterin der Soko Argus, über den Erfolg der Einheit.

Beute im Wert von mehreren Tausend Euro

Dem Polen wiesen die Ermittler sieben Fälle von Einbrüchen im Raum Rothenburg, Horka, Kunnersdorf und Görlitz nach. Der Zeitraum der Taten erstreckte sich von Juli bis Dezember 2019. Ziel des Täters waren Wohnungen, Nebengebäude, Firmen und Vereinsräume. Zu seiner Beute zählten unter anderem Schmuck, Uhren, Kosmetika, Bekleidung, Werkzeuge sowie technische Geräte und Maschinen im Gesamtwert von mehreren tausend Euro. Auch der Diebstahl eines Kraftrades ging auf sein Konto.

Dem Festgenommenen werfen die Kriminalisten zudem mehrere Sachbeschädigungen an Fahrzeugen in Görlitz vor. Zur Tatausführung war der Dieb oft mit einem Motorrad der Marke Suzuki nach Deutschland eingereist. Die entstandenen Sachschäden betrugen mehrere hundert Euro.

Bei einer gemeinsamen Durchsuchung mit der polnischen Polizei beim Beschuldigten in Piensk, fanden die Beamten der Soko Argus zahlreiches mutmaßliches Diebesgut. Die Zuordnung und kriminaltechnische Untersuchung der sichergestellten Gegenstände dauert an. Darüber hinaus prüfen die Polizisten, ob noch weitere Taten auf das Konto des Festgenommen gehen, teilt die Polizeidirektion mit.