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| 15:38 Uhr

Polizei
Diebe flüchten vor der Polizei über die Grenze – erfolglos

Görlitz/Olbersdorf. Tschechische Polizisten finden mit Spürhunden einen der Flüchtenden.

Am frühen Mittwochmorgen haben an der Jonsdorfer Straße in Olbersdorf zwei im Dunkel hantierende Gestalten die Aufmerksamkeit eines Anwohners erregt. Das Duo löste offenbar soeben die Räder eines am Rande der Straße stehenden BMW von der Karosse. „Durch die Anwesenheit des Beobachters aufgeschreckt, flohen die beiden Langfinger kurz darauf, doch nicht ohne ein komplett bestücktes Rad mit sich zu nehmen. Die laienhafte Montage hatte indes dazu geführt, dass das Auto die drei übrigen Räder unter sich begraben hatte und stark beschädigt worden war“, schildert Polizeisprecher Philipp Marko.

Alarmierte Polizisten nahmen gemeinsam mit einem Streifenwagen des Zolls kurz darauf die Verfolgung auf. Sie machten das Auto der beiden Verdächtigen, wiederum einen BMW, wenig später in der Nähe Oybins ausfindig. Im Stadtgebiet warf einer der zwei Diebe das gestohlene Rad kurz darauf aus dem Fenster des Fahrzeugs.

Die Beamten verfolgten das Auto über die Grenze zur Tschechischen Republik in Lückendorf hinweg bis hin nach Jablonné v Podjestedí, einer kleinen Stadt im Norden des Nachbarlandes. Dort konnten die Ordnungshüter den BMW-Fahrer zum Anhalten bewegen und einen der beiden Männer, einen 32-jährigen Polen, identifizieren, während sein Kumpan zu Fuß in die Nacht verschwand.

Unterstützt von mehreren Spürhunden fanden tschechische Polizisten den 40-jährigen Fliehenden indes ungefähr anderthalb Stunden später unweit des Autos und nahmen ihn fest.

Während die Kriminalpolizei ein Ermittlungsverfahren eröffnet hat, befasst sich die Staatsanwaltschaft Görlitz mit der bilateralen Verfahrensbearbeitung.

(red/dh)