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| 13:45 Uhr

Bauarbeiten
Die Zeit des Bauens beginnt

Görlitz. Landkreis Görlitz investiert 5,6 Millionen Euro Eigenmittel in Hoch- und Tiefbauprojekte. Bautzener Straße in Uhyst startet ab Juli.

Die Bautzener Straße in Uhyst hat ihre besten Zeiten wahrlich hinter sich. Zahlreiche Asphaltflecken sind Zeugnis für die Ausbesserungsarbeiten. Doch das Ende der Holperstrecke ist nun endlich in Sichtweite, nachdem der Ausbau der Kreisstraße lange auf der Agenda gestanden hat.

Laut Planung des Landkreises sollen die Arbeiten im Juli dieses Jahres beginnen und bis August 2019 andauern. Darüber hat die Kreisverwaltung in einem Pressegespräch kürzlich informiert. Der Ausbau der K 8473 in Uhyst ist Teil eines umfangreichen Bauprogramms, welches im Auftrag der Kreisverwaltung absolviert wird. „Wir sind im gesamten Landkreis unterwegs“, erklärt Dieter Peschel, Leiter des Hoch- und Tiefbauamtes, gegenüber den Medien. 5,6 Millionen Euro Eigenmittel des Kreises werden in den unterschiedlichsten Fachbereichen verbaut. Hinzu kommen Fördermittel des Landes und des Bundes, sodass sich die Millionen stattlich summieren. Zieht man die Planungen mit hinzu, belaufen sich die Projektkosten allein im Tiefbau auf rund 36 Millionen.

Um Millionen geht es auch beim Hochbau, wobei die Schulgebäude an Priorität Nummer eins stehen. So kostet der Neubau der Sporthalle für das Christian-Weise-Gymnasium in Zittau allein 7,6 Millionen Euro. In den Neubau und die Sanierung von Rettungswachen an den Standorten Löbau und Görlitz belaufen sich die Kosten auf rund 5,2 Millionen Euro. Durch das Programm „Brücken in die Zukunft“ können weitere sieben Schulprojekte angegangen werden. So ist die energetische Sanierung der Förderschule Brüder-Grimm abgeschlossen. Die Schulsporthalle folgt nach. Die Ausschreibung ist in Vorbereitung. Rund 140 000 Euro sind dafür geplant. 315 000 Euro fließen in die energetische Sanierung der Förderschule Astrid-Lindgren. Hierfür hat die Submission Ende März stattgefunden. Dach und Fassade des Landau-Gymnasiums sind auf 2019/20 geschoben. „Dann bleibt eigentlich im Norden nur noch die Bauhalle des Beruflichen Schulzentrums. Da sind wir mit der Stadt Weißwasser gemeinsam auf einem guten Weg, um die Grundstücksfrage zu klären“, kündigt Peschel an

Apropos Grundstücksfragen. Sie werden immer häufiger zu einer Geduldsprobe. Peschel spricht von bis zu drei Jahren, die wegen des Ankaufs von Flächen verzögert werden. „Manch einer denkt, es ist sehr viel Geld zu bekommen“, so Peschel. Dankenswerter Weise gebe es oft die Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Bürgermeistern, die sich auch dann mit ins Zeug legen.

Zweites Problem ist die Preisentwicklung. 15 bis 20 Prozent sind diese in der jüngsten Zeit nach oben „geschnipst“. Beim Brückenbau und dem Bau von Stützwänden wird es oft richtig teuer. „Wir haben schon doppelt so hohe Angebote bekommen, wie geplant waren“, muss Peschel berichten. Hinzu kommen Ausschreibungen, die zu keinem Ergebnis geführt haben.