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| 14:42 Uhr

Naturschutz
Die Wohnungen für die Adebare werden vorbereitet

Axel Semper, Markus Wowtscherk und Willfried Spank (v.l.n.r.)haben den neuen Horst für Störche  in die Baumkrone der Erle am „Mühlweg“ in Särichen eingebaut und befestigt.
Axel Semper, Markus Wowtscherk und Willfried Spank (v.l.n.r.)haben den neuen Horst für Störche in die Baumkrone der Erle am „Mühlweg“ in Särichen eingebaut und befestigt. FOTO: Bernhard Donke
Särichen. Mitarbeiter der Naturschutzstation „Östliche Oberlausitz“ sanieren Storchennester. Von Bernhard Donke

Noch ist es etwas Zeit bis zur Ankunft der Störche in der Region. Doch wenn sie dann einmal da sind, sollen sie auch intakte und saubere  Nester vorfinden. Darum bemühen sich seit Jahren die Mitarbeiter der Naturschutzstation „Östliche Oberlausitz“ in den Landkreisen Bautzen und Görlitz und das insbesondere  im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft und den angrenzenden Gebieten.

So sind in diesem Jahr die beiden Mitarbeiter der Naturschutzstation Willfried Spank und Markus Wowtscherk gemeinsam mit Axel Semper von der Hebebühnenverleihfirma „Lift Manager“  unterwegs gewesen, um sanierungsbedürftige Storchennester zu reparieren und zu sanieren. Gut 20 Adebar-Behausungen sind auf ihrem Plan aufgelistet, den sie in der vergangenen Woche angefangen haben abzuarbeiten. Auch der Horst in Kodersdorf-Särichen (Landkreis Görlitz) am „Mühlweg“, den das Orkantief Friedericke fast vom Baum gefegt hat, stand auf ihrem Programm.

Doch ehe sie in Särichen anreisen konnten, um  dort den alten Horst  vom Baum zu holen und einen neuen in der Krone zu befestigen, hatten sie in Belgern (Landkreis Bautzen) ein Storchennest  zu säubern. „Während es in Belgern recht einfach war das Nest zu säubern, haben wir hier in Särichen schon etwas mehr zu tun. Zuerst muss das alte Nest, das nur noch in der Krone der Erle hängt, abgebaut werden“, erklärt Willfried Spank. Es war dann auch tatsächlich nicht so einfach, denn das aus verzinktem Eisenblech gefertigte  große Rad, das Grundmodell des Storchennestes, hatte sich  verfangen. Keine leichte Aufgabe von der Arbeitsbühne in schwindelerregender Höhe aus, es aus der Krone zu lösen.

Nachdem  das geschafft war, konnte mit dem Aufbau des neuen Horstes begonnen werden. Auch der besteht aus einem aus verzinktem Blech bestehenden Rad mit einem  Durchmesser von etwa eineinhalb Metern – übrigens ein Überbleibsel von einer  aus LPG-Zeiten stammenden Berieselungsanlage. Auf diesem  wurde ein Weidengeflecht aufgebracht, das den Störchen als Grundlage für ihren Nestbau dienen soll.

„Da der Förderverein für die Natur der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft noch Fördermittel für die Storchennestsanierung beim Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie stellen kann, ist  es uns möglich, weitere sanierungsbedürftige Storchennester, die nicht auf der aktuellen Liste  stehen, in unseren Arbeitsplan aufnehmen. Diese können dann nach Bewilligung durch das Amt noch im Herbst dieses Jahres durch unsere Mitarbeiter repariert und saniert werden“, sagt Annett Hertweck, Leiterin der Naturschutzstation  Östliche Oberlausitz in Förstgen.

Ob ein Nest bereits in der Liste der zu sanierenden steht oder noch nicht, ist im Internet unter  www.foederverein-oberlausitz.de zu erfahren. Weitere Informationen gibt die Naturschutzstation unter Telefon 035893 508570, Fax 035893 508572 oder hertweck@foerderverein-oberlausitz.de.