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| 01:36 Uhr

Die wahrscheinlich größte Fotovoltaik-Anlage im Kreis soll 2012 ans Netz gehen

Seit 14 Tagen werden die Ständer für die Solarmodule zunächst auf Elsterheider Gebiet in die Erde gebracht. Ende des Jahres soll die Anlage ans Netz gehen. Foto: GM
Seit 14 Tagen werden die Ständer für die Solarmodule zunächst auf Elsterheider Gebiet in die Erde gebracht. Ende des Jahres soll die Anlage ans Netz gehen. Foto: GM FOTO: GM
Elsterheide/Spreetal. Auf sonnige Zeiten hofft der Elsterheider Bürgermeister Dietmar Koark für die Fotovoltaik-Anlage auf dem Gebiet von Terra Nova. Beim ersten Spatenstich am Freitag brach die Sonne durch die Wolkendecke. no


Der Solarpark-Betreiber Boreas Energie GmbH, der Gemeinde Spreetal sowie der Landschafts-, Nutz- und Wildtierpflege GmbH (LNW) sind Eigentümer der 48 Hektar nahe dem Boreas-Windpark. Dort sollen rund 85 000 Solar-Module errichtet werden, die Strom für zirka 9 000 Haushalte produzieren. Die Anlage verfügt über eine Maximalleistung von 20 Megawatt - sie ist laut Boreas eine der größten Anlagen, vielleicht sogar die größte, im Landkreis Bautzen. "Ziel ist, sie zum Jahresende ans Netz zu bringen", sagte Boreas-Projektleiter Bernhard Weigel Dabei stand das Projekt fast auf der Kippe. "Eigentlich hätte es im Frühjahr schon losgehen können", sagte Bernhard Weigel. Der Bebauungsplan für die Fotovoltaik-Anlage ist im April in Kraft getreten. Die Rutschung vom vergangenen Oktober hat den Fortgang der Arbeiten verzögert. "Das Projekt hing am seidenen Faden", blickte Boreas-Geschäftsführer Jörg Kuntzsch zurück. Denn das Areal, auf dem nun gebaut wird, liegt im gesperrten Kippengebiet. Bodengutachten mussten erstellt werden. Vom Sächsischen Oberbergamt gab es schließlich eine Sondergenehmigung für den Bau, verbunden mit bestimmten Verhaltensanforderungen, etwa in Bezug auf verwendete Maschinen. Auf Elsterheider Territorium werden seit etwa zwei Wochen die Ständer für die Solarmodule in die Erde gebracht.

LNW-Geschäftsführer Mario Stenske freut sich über den Baufortschritt: "Nach dem Grundbruch hätte ich nicht mehr daran geglaubt, dass aus dem Projekt noch etwas wird", sagte er. Die Einweihungsfeier für die Fotovoltaik-Anlage ist für nächstes Jahr geplant. Die Erträge der Anlage könnten laut Stenske nun helfen, andere Pläne des Unternehmens im touristischen Bereich umzusetzen.