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| 02:48 Uhr

Die Vierbeiner lieben die Kälte statt Sommerhitze

Zahlreiche Hundefreunde aus der Region erkundeten mit ihren Vierbeinern den verschneiten Kromlauer Park.
Zahlreiche Hundefreunde aus der Region erkundeten mit ihren Vierbeinern den verschneiten Kromlauer Park. FOTO: amz1
Kromlau. Von wegen Winterstille im Kromlauer Park! Am Sonnabend ist im weitläufigen Gelände richtig die Post abgegangen. Denn der Hundesportverein (HSV) Weißwasser hat zur traditionellen Winterwanderung eingeladen. amz1

Rund 30 Zwei- und um die 20 Vierbeiner nehmen das Angebot dankend an.

Die äußeren Bedingungen präsentieren sich ideal: Temperaturen um den Gefrierpunkt, leichter Schneegriesel und eine teilweise geschlossene Schneedecke. "Die Hunde fühlen sich bei solchen Bedingungen allemal wohler als bei 30 Grad im Hochsommer", erklärt Armin Freitag, zweiter Vorsitzender des HSV. Wichtig sei aber, darauf zu achten, dass der Schnee zwischen den Pfoten vorsichtig herausgekratzt werde. Ansonsten könnten die Hunde nicht mehr richtig laufen.

Indes marschieren die Vierbeiner ausnahmslos angeleint durch den Park. So stehe es schließlich in der Parkordnung, weiß Vereinschef Frank Förster. Sämtliche Attraktionen werden angesteuert, beispielsweise die verschneite Rakotzbrücke sowie der Eichberg. Beeindruckend wirken ebenso die mächtigen, nunmehr unbelaubten, einzeln stehenden Baumriesen.

Warum gemeinsam gewandert werde? "Nun, wir üben so die Sozialisierung der Hunde", erklärt Förster. "Die Tiere sollen sich schließlich miteinander vertragen." Das klappt eigenen Recherchen zufolge meistens auch, aber eben nicht immer. Hin und wieder gibt es kurz ein Knäuel, wenn zwei Kontrahenten ihre Kräfte messen. Ganz friedlich hingegen präsentiert sich Sina, die siebenjährige Golden-Retriever-Dame von Katrin Rumprecht aus Weißwasser. "Wir beide mögen das Spazierengehen bei Wind und Wetter", erklärt Frauchen. Sina selbst sei eine äußerst liebe und kuschelbedürftige Vierbeinerin. Ebenfalls adrett erzogen scheint Aladin, der Großpudel von Christa Neugärtner aus Bad Muskau. Das fünfjährige Tier sei mittlerweile der fünfte Pudel in ihrem Haus. "Ich mag diese Rasse. Die Tiere haaren nur wenig, sind intelligent, und man kann mit ihnen eine Menge anfangen", sagt die sympathische Frau aus Erfahrung. Inzwischen habe sie ihren Aladin soweit, dass er ihr sogar Zeitung und Telefon bringe.

15 Mitglieder zählt der HSV Weißwasser aktuell. Weitere drei Kandidaten warten auf ihre Aufnahme. Indes sei der Vorstand für weitere Verstärkung stets offen. Wer will, könne mit seinem Vierbeiner auf dem Vereinsgelände an der alten Rennbahn im Süden der Glasmacherstadt auch diverse Prüfungen ablegen, die ein Richter abnehme. Der Höhepunkt im neuen Jahr sei neben der Winterwanderung der Tag des Hundes Anfang Juni. Darüber hinaus bestehe die Möglichkeit, jeden Sonnabend ab 13.30 Uhr an der Gasthundstunde auf dem Ausbildungsplatz des HSV teilzunehmen.

Während der warmen Jahreszeit gebe es darüber hinaus eine Spielstunde für Hunde jeden Alters.