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675-Jahrfeier
Uhyster halten ihren Umzug in 80 Fotos fest

Uhyst. Eine neue Ausstellung wird zum Dannenberg-Adventsnachmittag eröffnet.

Im Juni haben die Uhyster ihre 675-Jahr-Feier begangen. Den Höhepunkt bildete der große Festumzug mit über 50 Bildern. Jetzt können die Einwohner diesen bunten Reigen nochmals erleben. Denn anlässlich des Adventsnachmittags des Fördervereins „Adelspädagogium - Dannenberghaus Uhyst“ ist eine Fotoausstellung mit 80 Bildern eröffnet worden.

Hobbyfotografin Sabine Kellner hat Wagen mit ihrer Kamera festgehalten. „Mein Standort befand sich in der Nähe der Kirche in Blickrichtung auf das dortige Lebensmittelgeschäft gegenüber“, erinnert sich die 40-Jährige. Besonders stolz, so verrät die Bäckersfrau, sei sie auf das Porträt von „Friedrich Casper von Gersdorf“ alias Karsten Kunaschk und seiner Gattin „Dorothee“, dargestellt von Heike Unverzagt. „Ich fotografiere eigentlich Landschaften. Deshalb freue ich mich, dass mir dieses Motiv so gut gelungen ist“, kommentiert Sabine Kellner.

Tatsächlich, so weiß Johanna Gruner, Vorsitzende des Fördervereins, sei dieses Motiv gar nicht so selbstverständlich gewesen. „Denn wir hatten damals buchstäblich bis zur letzten Minute um eine Kutsche gekämpft. Letztendlich wurden die Uhyster in Wittichenau fündig. Beim Umzug, so erinnert sich Gruner weiter, hätten rund 500 Menschen mitgeholfen. Zum Vergleich: Uhyst zählt etwas mehr als 800 Köpfe.

Mancher Besucher, der am Vortag des zweiten Advents zur Ausstellungseröffnung ins Uhyster Rathaus gekommen ist, erkennt sich auf den Bildern wieder. Beispielsweise Waltraud Jannack. Die 78-Jährige radelte auf ihrem Post-Fahrrad im Umzug mit. „Die Sabine hat mich ganz gut getroffen“, lobt die Uhysterin. Tatsächlich habe sie 31 Jahre für die Post gearbeitet, insbesondere als Zustellerin in den Dörfern der Region. „Mein Heimatdorf gibt es leider nicht mehr“, bedauert die gebürtige Schöpsdorferin. Vor rund 40 Jahren fiel der Ort, ebenso wie das benachbarte Merzdorf, dem Tagebau Bärwalde zum Opfer.

Zum Dannenberg-Advent ist auch Helmut Gerlach mit seiner Eisenbahn vor Ort. „Damit habe ich mir meienn großen Traum erfüllt“, sagt der heute 74-Jährige. „Ich wollte von klein auf eine elektrische Eisenbahn haben. Doch geklappt hat es erst, als ich meine beiden Söhne hatte.“ In Gerlachs Garten sei die Gartenbahn auf einer gut 30 Quadratmeter großen Anlage unterwegs. Kurios: „In die Mitte hatte ich einst Fichten hinein gepflanzt. Bald fälle ich die Gehölze, die nach und nach als Weihnachtsbaum dienen werden.“

Darüber hinaus hat der Förderverein Adelspädagogium Dannenberghaus vor dem Rathaus mehrere Stände aufgebaut. Es gibt unter anderem Glühwein und manche Weihnachtsleckerei. Weitaus länger als die Vorweihnachtszeit wird hingegen die Fotoausstellung zum Uhyster Festumzug vom 11. Juni 2017 zu sehen sein, kündigt Johanna Gruner an. Besichtigt werden können die Aufnahmen jeden Mittwoch zu den Sprechzeiten von Ortsvorsteher Frank Knobloch.

Und nach dem Jubiläum ist vor dem Jubiläum. Denn im kommenden Jahr jährt sich die Gründung des Uhyster Heimatvereins zum 20. Mal. Die runde Zahl solle im Rahmen des Maibaumwerfens gefeiert werden. Das finde voraussichtlich am ersten Juni-Wochenende statt.

Einen weiteren Höhepunkt in den kommenden zwölf Monaten bilde das Schlosspark-Picknick des „Fördervereins Adelspädagogium“ am 19. August. Darüber hinaus wolle sich das Gremium weiter um das Uhyster Dannenberghaus kümmern. Das Ensemble gehöre einer Erbengemeinschaft und stehe bereits seit vielen Jahren leer. „Uns liegt es sehr am Herzen, dass dieses ortsbildprägende Gebäude erhalten bleibt und wieder eine Nutzung erfährt“, betont Johanna Gruner.

(amz)