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Die Trebendorfer Eskalationswand

Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) und Thorsten Ahrens, Kandidat der Linken für die Bundestagwahl, (r.) haben das Sommerfest der Linken in Weißwasser für ein Match an der Tischtennis-Platte genutzt. Der OB hat den sportlichen Wettkampf 2:0 für sich entschieden.
Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) und Thorsten Ahrens, Kandidat der Linken für die Bundestagwahl, (r.) haben das Sommerfest der Linken in Weißwasser für ein Match an der Tischtennis-Platte genutzt. Der OB hat den sportlichen Wettkampf 2:0 für sich entschieden. FOTO: R. Seilberger
Die Feuerwehrsportler sind schon ein besonderes Völkchen mit besonderen Regeln. Überall heißt es: "Auf die Plätze, fertig, los!" Nur bei den Floriansjüngern nicht. ni/sm/rw

Denen reicht das Kommando "Auf die Plätze!", dann kommt die Klappe, betätigt von einem der Schiris, zum Einsatz. Und unser eins steht am Wettkampfort daneben und denkt, das war doch jetzt ein Fehlstart… Warum laufen die denn weiter? Als sich das beim zweiten Start wiederholte, war klar: Das hat System.

Der Wettkampf vergangenen Samstag in Trebendorf war noch nicht ganz vorbei, da schielte Gemeindewehrleiter Bernd Kowalick sehnsüchtig nach den Pokalen, die aufgereiht auf die Empfänger warteten. Das beobachtete das Wettkampfgericht und einer kommentierte: "Die werden wohl beide nach Brandenburg gehen." Tatsächlich ins dortige Trebendorf.

Wer viel rennt, schwitzt. Da will man die Reserven wieder auffüllen. Mario Lehnigk von den Weißkeißeler Startern sorgte dafür, dass seine Kameraden nicht verdursteten.

Einen tierischen Einsatz absolvierte Django, der dreijährige Border Collie von Familie Lehnigk aus Weißkeißel, beim Feuerwehrsport. Beim letzten Lauf der Trebendorfer Jungzz um den Oldie-Cup raste der schwarz-weiße Rüde quer übers Feld und kannte nur ein Ziel - das Löschwasser, das aus dem Schlauch schoss. Der Hund freute sich seines Lebens beim Spiel unter dem Wasserstrahl, und alle anderen hatten ihren Spaß beim Zugucken. Ein Pfiff von Herrchen Mario Lehnigk, dann kehrte Django zur Familie zurück.

Beim 100-m-Hindernislauf kommen die Feuerwehrsportler angerannt, nehmen die Eskaladierwand - laut Bernd Kowalicks Versprecher am Samstag die Eskalationswand - und greifen sich dann zwei Schlauchrollen, die auf dem Boden liegen, dann geht's über die nächsten Hindernisse. Den beiden Startern aus Groß Düben wollten die Rollen nicht gehorchen. Statt aufrecht stehen zu bleiben, kippten sie um. Mal die eine, mal die andere, mal beide. Mit kollegialer Hilfe klappte es dann.

Während der jüngsten Ratssitzung in Schleife forderte Bürgermeister Reinhard Bork (parteilos) die Räte auf, durchs Fenster nach draußen in den Innenhof des SKC zu schauen. Dort war der Biergarten der seit Frühjahr neu verpachteten Gaststätte sehr gut besucht. "Das freut mich sehr, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben", fand Bork. Und die Nachricht vom neuen Gasthaus habe sich auch über die Gemeindegrenzen hinaus bereits herumgesprochen. Selbst bei seinem Krankenhausaufenthalt war Bork darauf angesprochen worden.

Die Diskussion um die Sanierung des Kinos in Rietschen reißt nicht ab. Das Thema wurde auch beim Technischen Ausschuss angesprochen. Hellhörig wurde Gemeinderat Ingo Schuster, als er hörte, dass auch ein Innenarchitekt zum Einsatz kommen soll. "Im Kinosaal ist es doch finster", so seine Argumentation.

Der Blick in einen 155 Meter hohen Kühlturm ist wahrlich eindrucksvoll. Möglich war das beim Pressetermin zur Revision von Block R im Kraftwerk Boxberg in dieser Woche. Wie die Turbine und die Brennkammern war auch der Kühlturm außer Betrieb. Der Betonkoloss wirkt massig und doch kann er den Vergleich mit einem Ei für sich entscheiden. Wie Rico Morgenstern, Standortverantwortlicher im Kraftwerk Boxberg, berichten konnte, ist die "Haut" des Kühlturms im Vergleich zum Verhältnis Schale-Ei dünnwandiger als beim Hühnerprodukt. Na, dass da mal niemand mit einem Löffel an den Turm schlägt.

Die Weißkeißelerin Else Michalk hat am 21. August ihren 80. Geburtstag gefeiert. Statt Blumen und Geschenke wünschte sich die Jubilarin Zuwendungen für den Lausitzer Spendenverein "Wir helfen". Kinder, Enkel, Urenkel, Geschwister und Freunde spendeten fleißig für den guten Zweck: Stolze 755 Euro kamen so zusammen. Sie werden auf das Konto von "Wir helfen" überwiesen und kommen unverschuldet in Not geratenen Lausitzern zugute.

Der Vorstand des Fördervereins Glasmuseum Weißwasser trauert um sein Gründungsmitglied Christa Stolze. Die "Mutter des Fördervereins", wie sie liebevoll von ihren Mitstreitern bezeichnet wurde, und Finanzministerin war am 10. August nach schwerer Krankheit verstorben. Nicht nur das Organisatorische lag ihr am Herzen, legendär sind ihre Fettschnitten und "Überlebensbeutel" bei den Vereinsausflügen.