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Veranstaltung
Die Telux soll erstrahlen

Weißwasser. Die Vorbereitungen für Christmas City in Weißwasser gehen in die Endphase. Von Regina Weiß

Eine Kaffeepause muss sein. Sie ist Doping für müde Gehirnzellen und Gelegenheit, das eine oder andere noch mal durchzuquatschen. In einer solchen „stört“ die RUNDSCHAU Timo Schutza von der Telux – Orte der Soziokultur am Donnerstag. Im Vereins-Refugium an der Straße der Einheit läuft derzeit der Countdown für die Christmas City am 25. Dezember. Die Weihnachtsstadt ist die Ablösung für Crossing Christmas, das in 16 Jahren zur Kultparty in Weißwasser mutiert war.

Klar ist, auch das neue Format soll wachsen, so Timo Schutza. Doch jetzt gilt es erst mal, den Neustart gut über die Bühne zu bekommen. „Die Veranstaltung ist durchgeplant. Dazu gehört auch ein entsprechendes Sicherheitskonzept“, so Schutza. Schließlich werden nicht nur mehrere Spielstätten auf dem ehemaligen Werksgelände einbezogen, sondern es kommen im besten Fall auch 1500 Gäste. So viele Tickets sind nämlich in den Vorverkauf gegangen. Und die Karten-Nachfrage macht den Organisatoren Mut, dass ihr Neuanfang auch glücken kann.

Dieser findet in zwei Veranstaltungsgebäuden statt. Im Außenbereich wird es einen gemütlichen Glühweinstand mit Heizpilzen sowie erstmalig Streetfood geben. Von dort kann der Gast die Philips­halle und die Hafenwerkstatt ansteuern. Sie bieten genug Platz für mehrere Musikarten. „Vier Musikrichtungen an drei verschiedenen Orten“, beschreibt Timo Schutza das Konzept. Die Hafenwerkstatt dürfte übrigens Crossing-Fans der ersten Zeit geläufig sein. „2005 haben wir dort gefeiert. Damals allerdings auf drei Etagen. In diesem Jahr ist es eine.“

Live Funky-Musik mit „Atlas Ahead“, Schlager – übrigens mit großer Projektionswand – R’n’B, Elektro-Musik, all jene Richtungen sollen sich im Angebot am ersten Weihnachtsfeiertag wiederfinden. Dafür werden auch drei DJ-Teams sorgen. Hinzu kommt ein Bereich, wo man quatschen kann. Denn das hat ja auch Crossing die Jahre über mit ausgemacht, Gelegenheit zu haben, mit Leuten zu reden, die wegen des Festes in die Heimat zurückgekehrt sind.

Ansonsten verspricht Timo Schutza den Gästen eine besondere Atmosphäre. Dabei spielt vor allem Licht eine ganz wichtige Rolle. Ganze Strahlersätze werden im Hof aufgebaut, um die Fabrikgebäude zum Leuchten zu bringen. Es soll sogar das Lichtspektakel von der Einweihung der Hafenstube vom September dieses Jahres übertreffen. Und das war schon sehenswert. Auch in den Gebäuden muss einiges hergerichtet werden. Ohne Helfer nicht zu schaffen. Dabei hat Timo Schutza nicht nur die eigene Crew im Blick, sondern auch die Kreativgemeinschaft Lausitz oder Nestor, die mit angepackt haben. Oder solche „Verrückten“ wie Susa Järvenpää, die Frau des ehemaligen Chefcoachs der Füchse. Sie hatte versprochen, bei der Vorbereitung zu helfen. Nur: Mittlerweile lebt sie in Ungarn. „Also hat sie sich ins Auto gesetzt und ist 750 Kilometer hierher gefahren, um hier die Wände zu weißen“, freut sich Timo Schutza über so viel En­thusiasmus.

In den Räumen schauen sich nun aber auch Feuerwehr und Bauaufsichtsamt um, um zu prüfen, ob die Rettungswege stimmen und auch sonst alle Vorschriften eingehalten werden. Schließlich soll zur Freude aller alles sicher über die Bühne gehen.

Apropos sicher: Wer dies sein will, sollte sich seine Eintrittskarte für 15 Euro im Vorverkauf sichern. Online ist das nicht mehr möglich, aber bis zum 25. Dezember an der Agip-Service-Station. Ob es noch Karten an der Abendkasse gibt, ist eher fraglich.

Einen Hinweis möchte Timo Schutza den Gästen noch mit auf den Weg geben: am besten zu Fuß oder mit dem Taxi kommen. Parkplätze sind nur begrenzt im Innenhof oder im Umfeld vorhanden. Selbst der Marktplatz sollte dabei ins Auge gefasst werden.

Der Einlass für die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Und dann wird ordentlich gefeiert. „Die Anwohner bitten wir schon jetzt um ihr Verständnis“, so Schutza abschließend.