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| 16:10 Uhr

Aufgeschnappt
Die Roten und viele Blumenkinder

 An der Kirchstraße im Loch eines alten Laubbaumes haben sich Zwerge in Rietschen eingenistet. Oder sind es die Heinzelmännchen? So genau weiß das keiner.
An der Kirchstraße im Loch eines alten Laubbaumes haben sich Zwerge in Rietschen eingenistet. Oder sind es die Heinzelmännchen? So genau weiß das keiner. FOTO: Joachim Rehle
Weißwasser . Der eine redet von einem Krisengebiet, der nächste von Visionen. Das alles haben wir aufgeschnappt. Von Christian Köhler und Regina Weiß

Die Ankunft in Weißwasser hat der Vize-Chef des Oberlausitzer Fußballverbandes (FVO), Jürgen Heinrich, in dieser Woche so kommentiert: „Wenn man dieser Tage nach Weißwasser fährt, denkt man zwischen Niesky und Weißwasser, man kommt in ein Krisengebiet, so viel Militär, was hier zu sehen ist.“

Bei der Auslosung zum Welpenpokal der Kitas der Lausitz am Dienstag hat es sich Organisator Frank Konietzky beinahe mit Sponsoren verscherzt. Da dankte er beispielsweise Petra Sczesny, Chefin der WBG – Wohnungsbaugesellschaft Weißwasser, für das Engagement: „Ich danke den beiden Wohnungsbauunternehmen der Stadt, also Frau Sczesny von den Roten...“ Geistesgegenwärtig ruft Petra Sczesny: „Und die anderen sind die Blauen.“ Sie ahnte wohl, dass Konietzky in diesem Moment die Wohnungsbaugesellschaft, die eine rote Farbe im Logo hat, nicht von der Wohnungsbaugenossenschaft, die blau im Logo hat, unterscheiden konnte.

Der Muskauer Park im schönsten Grün und dann diese besondere Atmosphäre, wenn Veranstaltungen im Freien die Menschen anziehen, „dann kann man schon noch Visionen von einer besseren Welt haben“, findet Parkdirektor Cord Panning jüngst beim Pressegespräch zu ViaThea.

So manche Aufgabe wartet auf die künftigen Kreisräte. Strukturwandel sei eine davon, findet Kreisrat Ralf Brehmer (SPD). Aber er sieht noch andere Aufgaben. „Der Mobilfunk im Landkreis hat noch gute Reserven“, formuliert der Rietschener sehr diskret.

Für die Rietschener Gemeinderäte gab es zum Abschied nicht nur Dankesworte, sondern auch ein kleines Geschenk. „Was zum Essen kann man immer gebrauchen“, erklärte Bürgermeister Ralf Brehmer seine sehr wohl gut bedachte Wahl. Und gemeinsam mit Kämmerin Sigune Hilke verteilte er genüsslich die Lunchpakete.

Auch in Trebendorf nutzte Bürgermeister Waldemar Locke (CDU) die Ratssitzung, um sich bei den scheidenden Gemeinderäten Tilo Niemz, Christine Mäkelburg, Petra Rübesam, Klaus Rohrbach, Bernd Bresagk sowie beim scheidenden Ortsvorsteher von Mühlrose Enrico Kliemann für die Zusammenarbeit zu bedanken. „Ihr seht schon an dem Blumenstrauß, wir müssen sparen“, so Locke. Tilo Niemz konnte sich einen Kommentar nicht verkneifen: „Wir haben aber heute viele Blumenkinder hier.“

Als Gemeinderat kann er manchmal grätig werden, wenn es darum geht, dass die Belange der Trebendorfer weniger ernst genommen werden. Trotzdem heißt er aber weiterhin Frank Gärtig. Buchstaben bekommen eben manchmal leiderauch ein Eigenleben.

Die erste Begegnung mit der Brigadelok 99 3317 hatte Waldeisenbahn-Geschäftsführer Heiko Lichnok 1987. Von seinem Jugendweihegeld hatte er sich einen Fotoapparat gekauft und war mit dem Moped gen Weißwasser geknattert. Dort lichtete er die Lok ab. Damals stand sie noch auf dem Denkmalsockel. Pfingsten steht die Gute, wie sie von den Waldeisenbahnern getauft ist, unter Dampf.

Sie kennen sich aus dem Kreiskabinett für Kulturarbeit und damit 41 Jahre – der Maler Horst Jurtz und Regina Barufke von der Fürst-Pückler-Park-Stiftung. Zur Ausstellungseröffnung überreichte Barufke Jurtz ein Geschenk. Und er erinnerte sich, dass Bad Muskau ihm einst die junge Frau fürs Stadtmuseum abgeworben hatte. „Sie wollte halt nicht warten, bis ich in Rente bin“, so Jurtz. ckx/rw

 Schlaf der Gerechten: Ex-NPD-Mitglied Michael Ackermann hat während der Ratssitzung in Weißwasser den Ausführungen des Oberbürgermeisters gelauscht.
Schlaf der Gerechten: Ex-NPD-Mitglied Michael Ackermann hat während der Ratssitzung in Weißwasser den Ausführungen des Oberbürgermeisters gelauscht. FOTO: Christian Köhler
 An der Kirchstraße im Loch eines alten Laubbaumeshaben sich Zwerge in Rietschen eingenistet.
An der Kirchstraße im Loch eines alten Laubbaumeshaben sich Zwerge in Rietschen eingenistet. FOTO: Joachim Rehle
 Schlaf der Gerechten: Ex-NPD-Mitglied Michael Ackermann hat während der Ratssitzung in Weißwasser den Ausführungen des OB gelauscht.
Schlaf der Gerechten: Ex-NPD-Mitglied Michael Ackermann hat während der Ratssitzung in Weißwasser den Ausführungen des OB gelauscht. FOTO: Christian Köhler