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| 16:33 Uhr

Sicherheit
Die LMBV lässt 120 Filterbrunnen sichern

Boxberg. Die Spreestraße zwischen Boxberg und Mulkwitz muss dafür zeitweise gesperrt werden.

Im Randbereich des Tagebaus Nochten befinden sich Alt-Filterbrunnen in Verantwortung des Bergbausanierers Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV). Die notwendige Sicherung von 120 Alt-Filterbrunnenstandorten soll nun im Zeitraum von Mai bis Oktober dieses Jahres erfolgen.

Die Anlagen sind nicht mehr in Betrieb. Um sie zu sichern, werden sie  aufgebohrt. Ihr Hohlraum wird mit Braunkohlenfilterasche und Kiesanteilen verpresst, um die Sicherheit herzustellen. Diese Technologie entspricht der aktuellen Sicherung untertägiger Hohlräume, so die LMBV. Aufgrund der Lage der Alt-Filterbrunnenstandorte in der Nähe und auf der Spreestraße zwischen der B 156 bei Boxberg und Mulkwitz gibt es ab dieser Woche Verkehrseinschränkungen. Zunächst müssen sich die Autofahrer auf eine halbseitige Sperrung und Geschwindigkeitsbegrenzungen in dem 2500 Meter langen Streckenabschnitt der Kreisstraße einstellen, so LMBV-Pressesprecher Uwe Steinhuber.

Die Arbeiten beginnen mit geophysikalischen Messungen sowie der Munitionssuche. Die auftragnehmende Firma ist dabei die Bohrgesellschaft Landsberg mbH.

Die LMBV und ihre Auftragnehmer sind bemüht, die Beeinträchtigungen durch die spätere Vollsperrung gering zu halten, aber im Zeitraum vom 2. Juli bis 10. August – genau die Zeit der Sommerferien in Sachsen – ist eine Vollsperrung mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zu vermeiden. Der straßenbegleitende Radweg wird während der gesamten Bauzeit gesperrt. Das bedeutet für die Anreisenden zum Bärwalder See aus dieser Richtung natürlich einen erheblichen Umweg. Wie Uwe Steinhuber bestätigt, gab es mit der Gemeinde Boxberg keine Absprache.  Weil es sich um eine Kreisstraße handelt, wurden die notwendigen Vereinbarungen mit dem Landkreis Görlitz getroffen und dort auch die Anträge des Unternehmens bearbeitet.