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| 12:00 Uhr

Seenlandtage
Die Lausitz schmeckt den Boxbergern

Mit Radler von der Wittichenauer Brauerei wird auf einen erfolgreichen Markttag in Boxberg angestoßen. Vorher wurden die Gäste von Vertretern der Domowina aus Nochten mit Brot und Salz begrüßt. Und natürlich durfte Bärta, das Maskottchen des Bärwalder Sees, nicht fehlen.
Mit Radler von der Wittichenauer Brauerei wird auf einen erfolgreichen Markttag in Boxberg angestoßen. Vorher wurden die Gäste von Vertretern der Domowina aus Nochten mit Brot und Salz begrüßt. Und natürlich durfte Bärta, das Maskottchen des Bärwalder Sees, nicht fehlen. FOTO: Regina Weiß
Boxberg. Der erste Markttag am Bärwalder See kommt bei den Gästen gut an. Regionale Produkte im Mittelpunkt.

Der Streuselkuchen geht weg wie die sprichwörtlich warmen Semmeln. Frisch gegrillte Wildbratwurst und geräucherter Fisch lassen das Wasser im Mund zusammenlaufen. Zum Abschluss Eis oder ein Glas Kupferbier – am Samstag können es sich die Gäste am Touristinformationszentrum am Bärwalder See gut gehen lassen. Im Rahmen der Seenlandtage findet der erste Markttag in Boxberg statt. Und die Organisatoren des Ganzen können strahlen, denn noch vor Beginn der Eröffnung setzte der Gästestrom ein.

Der Boxberger Chor unter Leitung von Jürgen Zastrow sorgt für die richtige Einstimmung auf das Programm: Das Oberlausitz-Lied erklingt wie auch Strophen über den ökologischen Landbau. „Was in der Region produziert wird, sollte auch in der Region konsumiert werden“, findet Thomas Jurk, SPD-Bundestagsabgeordneter. Schließlich habe die Lausitz auch einen guten Geschmack. Und Schmackhaftes. Das hat Boxbergs Bürgermeister Achim Junker (CDU) am Samstag noch vor der Eröffnung am heimischen Frühstückstisch vorgefunden. Sein 84-jähriger Vater habe für die frischen Semmeln der heimischen Bäckerei aus Klitten gesorgt. Die Marmelade hatte Junkers Frau gekocht und der Honig kommt vom Imker um die Ecke. „Man sollte auch mal zehn Cent mehr ausgegeben, wenn man dafür ein regionales Produkt erwerben kann“, wirft der Bürgermeister ein. So könne die Wertschöpfungskette auch in der Region funktionieren. „Heute wollen wir die Augen öffnen für regionale Produkte“, begründet Junker die Idee für den ersten Markttag in Boxberg. Ob es eine Wiederholung gibt, müsse sich nach der Auswertung mit den Händlern zeigen, so Sebastian Klotzsche vom Sächsischen Landeskuratorium Ländlicher Raum.

Die Betriebe wollen die Chance nutzen, sich noch bekannter zu machen, sagt Dietmar Bergmann von der gleichnamigen Fischwirtschaft in Klitten. Beatrice Borkenhagen von der Bäckerei Medack in Klitten verweist auf alte Rezepturen und die Zeit, die man sich beim Backen nehmen müsse. Die Kunden honorieren das und kommen auch von weiter her für ihren Einkauf. Boxberger Tomaten und Gurken haben sich schon länger einen Namen gemacht. Nun werden auch vier Sorten Paprika bei der örtlichen Gartenbau- und Beteiligungsgesellschaft angebaut. „Die sind zuckersüß“, verweist Frauke Rink auf die gelb-grünen Exemplare. Lachsforelle und Spargel ergeben ein wunderbares Duett, beweist Julian Gruner, Inhaber von Gruners Landhaus Rauden beim Schaukochen. Das Eis von seinem Bruder Christian aus Uhyst passt da bestens als Dessert.

„Ein solcher Markt war längst überfällig“, findet Armin Hoffmann, Betreiber der Kombüse am Boxberger Ufer. „Es geht darum, uns weiter bekannt zu machen“, so Johannes Glaab, Leiter Vertrieb der Stadtbrauerei Wittichenau.

Den Organisatoren ist es wichtig, beim Markttag zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Zum einen geht es um das Bewusstsein für regionale Produkte. Diesem Anliegen hat sich auch die Erzeugergemeinschaft „Die Lausitz schmeckt“ verschrieben. Zum anderen liegt der Fokus auf der Wertschätzung für Lebensmittel. Bei 82 Kilogramm, die jeder im Durchschnitt im Jahr an Essen weg wirft, braucht es dafür noch einen langen Atem.

(rw)