Darauf weist Anke Friede vom Zweckverband „Naturschutzregion Neiße“ hin.
Beim Verlassen des Gewässers sind die Jungtiere zirka 0,8 bis 1,0 cm groß. Im Gegensatz zu den Alttieren sind sie tagaktiv und bleiben zunächst im feuchten Uferbereich, bis sie bei regnerischem Wetter in die Landlebensräume abwandern. Da dies unter Ausnutzung der günstigen Witterung fast gleichzeitig erfolgt, kommen sie zu Hunderten oder Tausenden in der Umgebung der Krötengewässer vor, zitiert Anke Friede aus der Literatur.
Natürlich werden bei der Wanderung auch Straßen und Wege überquert. Damit die Jungtiere dabei keinen Schaden nehmen, sind Umsichtigkeit und Rücksichtnahme besonders wichtig.
An besonders frequentierten Straßen ist deren Schutz durch mobile oder stationäre Amphibienschutzanlagen gewährleistet.
Auf Wald-, Rad- und Wanderwegen ist jeder Einzelne gefragt, zum Schutz der Jungtiere beizutragen.
„Im Zuge unserer Arbeiten im Teichgebiet Niederspree wurden wir auf die Abwanderung der Kröten vom Laichgewässer zu ihren Landlebensräumen aufmerksam“ , so Anke Friede. Mit einsetzendem Regen oder bei feuchtem Wetter kann eine erneute Wanderung von Kröten im Gebiet des Naturschutzgroßprojektes auftreten.
Derzeit werden mit Hilfe von ABM durch den Zweckverband Naturschutzregion Neiße Hinweisschilder im Teichgebiet Niederspree aufgestellt, die auf diese Problematik aufmerksam machen.
Alle Besucher werden deshalb gebeten, auch die anderer Teichgebiete, sich entsprechend zu verhalten, damit die Jungkröten eine Chance haben, ihren Landlebensraum zu erreichen.