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| 16:17 Uhr

Nach der Kommunalwahl
Tino Chrupalla und Jörg Funda neu im Kreistag

FOTO: LR / Janetzko, Katrin
Görlitz. Nach der Sitzung des Kreiswahlausschusses in Görlitz stehen nun die Kreisräte namentlich fest. Von Regina Weiß

Der Kreiswahlausschuss hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 6. Juni, das endgültige Ergebnis der Kreistagswahl festgestellt. Damit stehen nicht nur die genaue Stimmenzahl und Sitzverteilung fest, sondern auch die Namen der Kreisräte, die die nächsten fünf Jahre Entscheidungen fällen werden. Das teilt die Landkreisverwaltung

Der neue Kreistag Görlitz umfasst 86 Sitze. Die meisten Stimmen kreisweit hat Sebastian Wippel von der Alternative für Deutschland (AfD) erhalten. 10 114 entfallen auf den Görlitzer Oberbürgermeisterkandidaten. Mit 7619 Stimmen landete Tino Chrupalla (AfD-Bundestagsmitglied) auf dem zweiten Platz. Der Gablenzer zieht das erste Mal in den Kreistag ein. Die AfD hat es auf insgesamt 107 197 Stimmen gebracht. Diese Anzahl haben die Linken, die Freien Wähler und die SPD zusammen nicht erreicht.

Neu im Kreistag ist auch Jörg Funda für die CDU. Der Rohner holt 1687 Stimmen. Boxbergs Bürgermeister Achim Junker zieht ebenfalls für die CDU ein (2078 Stimmen). In der Fraktion sitzen dann auch Bernhard Waldau (2011) aus Weißwasser, Nieskys Oberbürgermeisterin Beate Hoffmann und der CDU-Landtagskandidat Tilmann Havenstein aus Daubitz (2040). Die CDU erreicht mit ihrem Wahlergebnis von 25,4 Prozent 23 Kreistagssitze. Vier davon werden übrigens von Frauen besetzt. Derzeit sind es 37.

 Tino Chrupalla zieht für die AfD in den Kreistag Görlitz ein.
Tino Chrupalla zieht für die AfD in den Kreistag Görlitz ein. FOTO: privat
 Tino Chrupalla zieht für die AfD in den Kreistag Görlitz ein.
Tino Chrupalla zieht für die AfD in den Kreistag Görlitz ein. FOTO: privat

Mit 27 Kreisräten hat die Alternative für Deutschland die meisten Kreistagsmandate geholt. Roberto Kuhnert und Jens Glasewald aus Weißwasser sind ebenfalls neu dabei. Übrigens hat die AfD im derzeit noch aktiven Kreistag sieben Sitze.

Die Links-Fraktion hat von derzeit 14 Mandaten künftig nur noch acht. Heidemarie Knoop aus Bad Muskau vertritt den Kreisnorden.

Auch Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch ist für die Freien Wähler im neuen Kreistag mit dabei. Er hat mit 3167 Stimmen die zweitmeisten für die Wählervereinigung geholt.

Sein Bürgermeisterkollege Ralf Brehmer aus Rietschen hat für die SPD wieder den Sprung in den Kreistag geschafft. 1239 Stimmen vereint er auf sich. Neu im Kreistag für die SPD ist der Bad Muskauer Landtagsabgeordnete Thomas Baum (909 Stimmen). Von derzeit sieben Sitzen sind der SPD vier geblieben.

Bernd Frommelt aus Weißwasser gehört zu den zwei Kreisräten für Kinder und Jugendliche im Kreistag (KJiK).

Weitere Kreissitze gehen an die Bürger für Görlitz (zwei), Zittau kann mehr (einer), Bündnis 90/die Grünen (fünf) und die FDP (drei). Die NPD ist nicht mehr im Kreistag vertreten. Für die Partei und die Wähler in Rietschen hat die Stimmenzahl für einen Einzug in den Kreistag nicht gereicht.

Insgesamt hatten 132 437 Frauen und Männer von ihrem Wahlrecht für den Kreistag Gebraucht gemacht (Wahlberechtigte 214 122). Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 61,9 Prozent. Vor fünf Jahren hatte die bei 49,4 Prozent gelegen.

 Jörg Funda ist nicht nur Gemeinderat in Schleife, sondern künftig auch Kreisrat.
Jörg Funda ist nicht nur Gemeinderat in Schleife, sondern künftig auch Kreisrat. FOTO: LR / Gabi Nitsche
 Jörg Funda ist nicht nur Gemeinderat in Schleife, sondern künftig auch Kreisrat.
Jörg Funda ist nicht nur Gemeinderat in Schleife, sondern künftig auch Kreisrat. FOTO: LR / Gabi Nitsche