Sie habe das aller zwei Jahre stattfindende Treffen federführend organisiert, gemeinsam mit dem Bundesverband des Deutschen Seiler- und Netzmacherhandwerks.

"Im 180. Jahr unseres Firmenbestehens ist es eine tolle Auszeichnung, dieses Treffen ausrichten zu dürfen", sagte der Inhaber der Görlitzer Hanf- und Drahtseilerei, Seilermeister Helmut Goltz. "Das zeigt auch, dass die Zusammenführung der Seiler im gesamtdeutschen Verband 26 Jahre nach der Wiedervereinigung hervorragend gelungen ist." Es ist das zweite Mal nach 1935, dass der Deutsche Seilertag in Görlitz veranstaltet wird. Das Verbandstreffen mit Erfahrungsaustausch im Kollegenkreis gibt es bereits seit 1878.

Das Programm des Seilertages beginnt heute mit der Vorstandssitzung des Bundesverbandes. Am Samstagvormittag sind Fachvorträge geplant, unter anderem zum Fachkräftebedarf im Mittelstand. "Ausbildung ist stets ein großes Thema", sagt der Geschäftsführer des Bundesverbandes, Rolf Härtl aus München. Am Nachmittag besuchen die Teilnehmer die ehemalige zentrale deutsche Seilerschule (gegründet 1886) im polnischen Zary (Sorau), wo heute eine Ausstellung an die alte Handwerkstradition erinnert.

Die Mitgliederversammlung der deutschen Seiler im Parkhotel sowie eine Besichtigung des Gastgeberbetriebes, der derzeit 50 Mitarbeiter beschäftigt, schließen das Treffen am Sonntag ab.

Im Verband des Deutschen Seiler- und Netzmacherhandwerks sind 83Firmen organisiert. Das Spektrum reicht vom Kleinbetrieb mit wenigen Mitarbeitern bis zum international operierenden Unternehmen, das rund 1600 Menschen beschäftigt. Im Wechsel mit dem Deutschen findet der Internationale Seilertag statt, ebenfalls aller zwei Jahre und unter Beteiligung von Firmen aus europäischen Ländern wie Österreich, der Schweiz und den Benelux-Staaten.