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| 16:19 Uhr

Feriencamp
Sommercamp erlebt Premiere

Beim Stockbrotbacken und Marshmellowgrillen machten die Kinder gern mit.
Beim Stockbrotbacken und Marshmellowgrillen machten die Kinder gern mit. FOTO: Verein Muscnica
Krauschwitz. Deutsch-polnische Begegnung in Krauschwitz kommt bei Kindern gut an.

15 Jungen und Mädchen im Alter von acht bis zwölf Jahren aus dem grenznahen Raum beiderseits der Neiße haben am deutsch-polnischen Begegnungsprojekt „Sommercamp“ im August am Rande des Fürst-Pückler-Parks in Krauschwitz teilgenommen. Ergänzt wurde die Gruppe durch einen gleichaltrigen Teilnehmer aus Italien, der einen Teil seiner Ferien bei den Großeltern in Krausch­witz verbringt.

Es war das erste Camp, das der Verein Musknica ausgerichtet hat, schreibt Evelyn Plachecki vom Verein. Durch spielerische Kennenlernaktionen und Sprachanimation am ersten Tag wurden die natürlich vorhandenen Verständigungsprobleme ganz schnell gemindert. Außerdem war während der Zeit ständig ein Sprachmittler anwesend. Zwei Tage waren mit Wanderungen, Wald­erkundungen, Begegnungsspielen, dem Besuch vom Kindererholungszentrum in Weißwasser und der Suche nach der „Schatzkiste“ des Fürsten Pückler im Muskauer Schlosspark gefüllt. Weil das für die beiden Abende geplante Lagerfeuer aufgrund der Trockenheit nicht stattfinden konnte, musste der Grill neben seiner Hauptaufgabe ersatzweise als Wärmequelle für das Stockbrotbacken und Marshmellowgrillen herhalten.

Als ein Erlebnis der besonderen Art erwies sich die Abendwanderung durch Teile des Bergparkes. Das Staunen war sehr groß, als es blau auf dem Wege funkelte. Umgehend wurden die Mädels und Jungs zu fleißigen Bergleuten und gruben kleine glitzernde Steine aus dem Boden. Dass es sich dabei nur um Abfallprodukte der Glasindustrie handelte, war ganz unwichtig.

Unvergesslich wird den kleinen Gästen auch das spätabendliche Versteckspielen im stockfinsteren Wald sein. Dass man Ängste überwinden kann, war nur eine von vielen wichtigen Lernerfahrungen in diesen drei Tagen. „Zum Ausklang des Camps wurden die Eltern zur gemeinsamen Abschlussveranstaltung eingeladen. Das Nebeneinander auf dem heißen Rost von weißer deutscher Bratwurst und roter polnischer Grillwurst passte hervorragend zum Anliegen des Begegnungscamps und unseres Vereins, dass gute nachbarschaftliche Miteinander zu fördern“, so Evelyn Plachecki. Das alles wäre ohne die Unterstützung von Sponsoren und Helfern nicht möglich gewesen. Ein Danke gehe außerdem an die Anwohner von Parkweg und Margarethenhöhe. Schließlich herrschte drei Tage lebhaftes Treiben in dieser sonst sehr ruhigen Wohnlage.

(pm/rw)