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| 14:35 Uhr

Neuer Beschluss
Deutliche Mehrkosten für die Gemeindekassen

Boxberg/Krauschwitz. Der Freistaat legt es fest: Krauschwitz und Boxberg müssen künftig mehr für die Ortsvorsteher zahlen. Von Regina Weiß

Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen – heißt es in einer Redewendung. Doch die stimmt nicht immer. Davon können jetzt Boxberg und Krauschwitz ein Lied singen. Sie haben ihre Entschädigungssatzung für die Tätigkeit ehrenamtlicher Bürger ändern müssen. In beiden Kommunen fand sich eine Mehrheit dafür, aber es gab auch kritische Nachfragen. Denn die Beschlüsse sorgen für Mehrausgaben.

Grund dafür ist die Änderung des Beamtengesetzes des Freistaates. Das heißt, es gibt rückwirkend zum Jahresanfang mehr Geld. Konkret geht es um die Ortsvorsteher. In den 18 Ortsteilen gibt es sieben Ortsvorsteher. In Krauschwitz für die Neißedörfer einen. In Boxberg geht man von 12 000 bis 15 000 Euro Mehrkosten im Jahr aus. In Krauschwitz steigt der Beitrag von monatlich 100 Euro auf jetzt 562 Euro. „Ich freue mich für die Ortsvorsteher“, sagt Boxbergs Gemeinderat Horst Jannack. Doch er sieht auch, dass von den in diesem Jahr gezahlten Schlüsselzuweisungen des Landes die Hälfe weggeht. Bürgermeister Achim Junker (CDU) muss einschätzen, dass der Freistaat der Gemeinde ein Problem gemacht hat. Sei Amtskollege Rüdiger Mönch (Freie Wähler) versucht sich in Ironie: „Das zahlen wir von den großzügigen Mitteln der Landesregierung.“