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Bauvorhaben
Der Zeitplan für Kita-Bau stimmt

Richtfest für die Kita Regenbogen in Weißwasser, OB Torsten Pötzsch (Klartext) brauchte geschmeichelte 25 Hammerschläge für den symbolischen letzten Nagel. Zimmermann Volker Tauchmann hielt den Richtspruch.
Richtfest für die Kita Regenbogen in Weißwasser, OB Torsten Pötzsch (Klartext) brauchte geschmeichelte 25 Hammerschläge für den symbolischen letzten Nagel. Zimmermann Volker Tauchmann hielt den Richtspruch. FOTO: Gabi Nitsche / LR
Weißwasser. Richtfest für das über vier Millionen Euro Bauvorhaben Kita Regenbogen in Weißwasser.

Spatenstich, Grundstein und Richtfest, und schon ist der Bau fertig. Als Thomas Böse, der Referatsleiter Bau im Rathaus, das gestern aussprach, geschah das mit Augenzwinkern. Denn: „Die Arbeit liegt zwischen diesen Terminen.“ Und die läuft bei dem Neubau für die Kita Regenbogen, offiziell heißt es Ersatzbau, sehr gut. Denn von Böse gab es an die Adresse der beteiligten Firmen und Planer anerkennende Worte: „Wir können heute feiern, der Zeitplan stimmt. Wir wollen im Herbst 2018 fertig sein – das ist ein sehr, sehr realistisches Ziel“, brachte es Thomas Böse auf den Punkt.

Die Kita ist mit ihrem Investitionsumfang von etwa 4,1 Millionen Euro das drittgrößte Bauvorhaben der Stadt Weißwasser seit 1990 nach der Eisarena und der Dreifelder-Sporthalle an der Lutherstraße. 134 Kinder können nach der Fertigstellung in den neuen hellen Räumen, die modernen Maßstäben an eine solche Einrichtung entsprechen, gleichzeitig betreut werden. Thomas Böse blickte hoffnungsvoll in die Zukunft: Die Kinder würden hier eine wichtige Zeit ihrer Entwicklung erleben und gut behütet in der Kita sein, so Böses Einschätzung. Wenn man das beachte, dann würden sich die Kosten für das Vorhaben erheblich relativieren.

Und der Referatsleiter ließ seinen Blick noch weiter schweifen: „Dann werden sie in der Eisarena Schlittschuh laufen, im Oberlausitzer Sportpark Leichtathletik betreiben und im Vereinshaus tanzen – Kegeln kommt erst im späteren Alter – oder in der Schwimmhalle baden beziehungsweise auf der Skateranlage sein.“ Weißwasser wolle als Stadt immer wieder deutlich mehr machen als es ihre Pflicht wäre. Vor sechs Jahren stand in unmittelbarer Nachbarschaft noch das in die Jahre gekommene Eisstadion, es gab keine Straßen, keine Wege in dem Bereich. „Heute haben wir hier im Umkreis von 300 Metern eine Vielfalt von sportlichen Angeboten.“ Nach seiner Meinung passe es super dazu, dass gerade die alte Puck-Ruine abgerissen wird und dort dann eines Tages Platz für das Wandbild „Lebensfreude“ ist. „Die Kita wird dafür sorgen, dass Leben in die Gegend kommt“, ist sich Thomas Böse sicher.

Den letzten Nagel symbolisch ins Gebälk zu schlagen, das wolle er lieber dem OB überlassen. Torsten Pötzsch (Klartext) stand da schon mit dem Hammer bewaffnet in luftiger Höhe, neben ihm Zimmermann Volker Tauchmann. Doch bevor Pötzsch geschmeichelte 25 Mal auf den Nagel schlug, bedankte er sich herzlich bei allen Auftragnehmern und seinen Mitarbeitern, „Das ist eine top Baustelle“, sagte er.