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Ehrenamt
Der Wunschzettel von Weißwassers Floriansjüngern

Weißwasser. Auch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Weißwasser haben einen Wunschzettel an den Weihnachtsmann geschrieben. Sie möchten, dass alle immer gesund von den Einsätzen zurückkehren. Das ist der sehnlichste Wunsch. Sie wünschen ebenso neue Mitglieder in ihren Reihen, das nicht erst seit gestern. Und dann ist da noch der Neubau einer Feuerwache im Zentrum von Weißwasser.

Das mit dem Neubau kommt nicht von ungefähr. Ende Oktober ist im Stadtrat der Brandschutzbedarfsplan vorgestellt worden. Damit war ein externes Büro beauftragt worden. Die RUNDSCHAU hat umfangreich darüber berichtet und auch, dass darin geschrieben steht, Einsatzprobleme ließen sich mit einer zweiten Teilwache im Norden der Stadt lösen.

Ein Vorschlag, der bei den Kameraden nicht auf Gegenliebe stößt. Wehrleiter Gerd Preußing, selbst von der Idee hin- und hergerissen, weiß um die Befindlichkeiten der Kameraden. „Rein rechnerisch, was die Einsatzzeiten angeht, würden tatsächlich die Probleme gelöst werden.“ Organisatorisch wäre es eine recht sportliche Sache, das hinzubekommen. Doch am größten sei die Angst unter den Mitgliedern, dass der Zusammenhalt weiter den Bach runtergeht.

„Es sind die menschlichen Komponenten, die für Bedenken sorgen“, so Gerd Preußing. Es gehe eigentlich „nur“ darum, Technik an einen zweiten Standort im Norden von Weißwasser zu postieren, damit die Kameraden, die in diesem Stadtteil zuhause sind, schneller auf dem Fahrzeug und dann zu den Einsätzen ausrücken können. Dienste und Ausbildungen und so weiter würden weiterhin an der Hauptwache erfolgen. Das wurde den Feuerwehrmitgliedern auch bei der Vorstellung des Brandschutzbedarfsplanes von den externen Fachleuten erläutert.

Diskutiert wird das Thema weiterhin skeptisch, was der Wunschzettel, der auf der Facebookseite der Feuerwehr veröffentlicht wurde, unterstreicht.

Gerd Preußing geht davon aus, dass es auch bei der Jahreshauptversammlung Ende Januar von Bedeutung sein wird.