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| 13:51 Uhr

Feuerwehr-Einsatz
„Der Wind hat glücklicherweise abgeflacht“

Die Feuerwehr bei Löscharbeiten beim Waldbrand in Lippen.
Die Feuerwehr bei Löscharbeiten beim Waldbrand in Lippen. FOTO: Feuerwehr
Lippen. Der Waldbrand bei Lippen erfordert auch am Samstag noch den Einsatz von Kameraden. Haben Anwohner die Floriansjünger ausgepfiffen? Von Regina Weiß

Der Waldbrand bei Lippen hat am Ende eine Größe von rund drei Hektar gehabt. Am Freitag war noch von 1,5 Hektar die Rede gewesen. Ebenso, dass er in der Gemarkung Boxberg liegt. Doch im Abgleich mit Luftbildern und dem zuständigen Förster aus dem Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft zeigte sich die größere Ausbreitung und die Lage im Landkreis Bautzen, genau bei Lippen (Gemarkung Lohsa).

Laut Nachfrage bei Ronny Doster, Chef der Freiwilligen Feuerwehr Boxberg, waren Freitag am Ende über 120 Floriansjünger aus beiden Landkreises mit rund 30 Fahrzeugen im Einsatz, um den Brand in dem trockenen Waldgebiet einzudämmen und zu löschen. „Wir konnte ihn halten, bevor er in den Hochwald und die Schonung rein ist“, beschreibt Doster auf RUNDSCHAU-Nachfrage. „Der Wind hat glücklicherweise abgeflacht“, so Doster weiter. Der war zu Beginn des Einsatzes noch ein Problem gewesen.

Samstag machten sich dann in dem Waldgebiet Nachlöscharbeiten erforderlich. Dafür waren unter anderem die Wehren Lippen, Weißkollm, Uhyst, Boxberg und Bärwalde im Einsatz.

Für eine starke Diskussion im sozialen Netzwerk sorgte bezüglich des Waldbrandes das Thema Löschwasserbereitstellung versus Trinkwasserversorgung. Dazu haben die Floriansjünger von Boxberg Folgendes auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht: „Kameraden, die acht Stunden im Einsatz sind, werden von Anwohnern ausgepfiffen, weil in einem Ort die Trinkwasserversorgung zusammengebrochen ist, als Löschwasser benötigt wurde. Zusätzlich wird gemeckert, weil Feuerwehrfahrzeuge mit Sondersignal fahren, um schneller vor Ort zu sein. Es tut uns leid, aber ein Feuer lässt sich leider ohne Wasser nicht löschen und es ist niemandem geholfen, wenn Fahrzeuge die doppelte Anfahrtszeit benötigen würden, nur um niemandem zu laut zu sein.“