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Unser Dorf hat Zukunft
Der Sieger heißt Kreba-Neudorf

Gemeinderat Peter Spinde, Sportvereinsvorsitzende Antje Wierick und Ulla Hoffmann, ebenfalls Sportgemeinschaft, nahmen stellvertretend für Kreba-Neudorf die Siegerurkunde entgegen.
Gemeinderat Peter Spinde, Sportvereinsvorsitzende Antje Wierick und Ulla Hoffmann, ebenfalls Sportgemeinschaft, nahmen stellvertretend für Kreba-Neudorf die Siegerurkunde entgegen. FOTO: ni
Schleife. Jubel bei den Kreba-Neudorfern gestern Nachmittag im Saal des Sorbischen Kulturzentrums Schleife. Soeben hat Jury-Chef Roland Höhne das Geheimnis um den Sieger im Kreiswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" gelüftet. Gabi Nitsche

"Wir können es gar nicht glauben", freut sich Antje Wierick, die Vorsitzende der Sportgemeinschaft, und reißt immer wieder die Arme hoch. "Ich dachte, Daubitz macht das Rennen." Kreba-Neudorf sei "eine gute Mischung aus Gewerbe, Landwirtschaft und Tourismus", hieß es in Höhnes Laudatio. Dort gebe es vieles, was ein Dorf heute ausmacht: Arbeitsplätze, Bäcker, Fleischer, Hofladen. Örtliche Unternehmen wirtschaften im Einklang mit der Natur. Partnerschaften bestehen, die Menschen sind gut vernetzt. Es gibt schnelles Internet. Kirchgemeinde und Gemeinde sind eine verschworene Gemeinschaft, zählte Höhne auf. "Das Siegerdorf wird von Kindern und Jugendlichen bewegt", unterstrich er. Damit nicht genug: Die Grundschule konnte dank neuer Unterrichtskonzepte für den Ort erhalten bleiben. Das Schloss wurde denkmalgerecht saniert und für alle erlebbar gemacht. Viele haben in Kreba-Neudorf eine neue Heimat gefunden. Der Sport - der Verein hat um die 220 Mitglieder - wird in besonderer Weise durch die Gemeinde unterstützt. Das jährlich stattfindende Sport- und Parkfest ist Aushängeschild eines aktiven generationsübergreifenden Vereinslebens. Roland Höhnes Fazit: "Es zeigt, wie eine Dorfgemeinschaft den Herausforderungen des ländlichen Lebens begegnen kann." Die Gemeinde wird den Landkreis Görlitz im kommenden Jahr beim Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" vertreten.

Landrat Bernd Lange (CDU) rief allen im Saal zu: "Es gibt keine Verlierer in diesem zehnten Dorfwettbewerb." Er sei den fünf Orten Daubitz, Rohne, Kreba-Neudorf, Gablenz und Klein Priebus dankbar, dass diese sich dem Wettbewerb stellten. Die Glückwünsche für den zweiten Platz gingen an die Gablenzer und für den dritten Platz an die Rohner.