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Der Schulhof wird ab Mai zur Baustelle

Das Nebengebäude an der Geschwister-Scholl-Grundschule in Weißwasser ist bereits zurückgebaut. Dort soll der neue Hort entstehen.
Das Nebengebäude an der Geschwister-Scholl-Grundschule in Weißwasser ist bereits zurückgebaut. Dort soll der neue Hort entstehen. FOTO: Chr. Köhler
Weißwasser. Fast drei Jahre sind vom ersten Ratsbeschluss im Oktober 2014 bis zu den Bauvergaben für den Hort an der Geschwister-Scholl-Grundschule in Weißwasser ins Land gegangen. Am Dienstag nun hat der Stadtrat die ersten Bauaufträge für insgesamt 1,162 Millionen Euro für den Hortneubau vergeben. Christian Köhler

Die Entscheidungen für sämtliche Gewerke fielen einstimmig.

"Das ist eine der größten Maßnahmen in diesem Jahr", richtete sich Baureferatsleiter Thomas Böse an die Stadträte. Gleichzeitig versäumte er nicht, sich bei Planern und den zuständigen Rathausmitarbeitern für die geleisteten Anstrengungen zu bedanken. Seit zwei Jahren sei intensiv geplant und behördlich geprüft, seien Fördermittelanträge gestellt und sämtliche Ausschreibungen getätigt worden. "Das braucht alles seine Zeit und geht nicht von heute auf morgen", unterstrich Böse mit dem Wissen, dass manches Bauvorhaben in Weißwasser einigen Stadträten nicht schnell genug gehen kann. Jüngst hatte sich nämlich SPD-Stadträtin Kathrin Jung darüber geärgert, dass es in Sachen Allbau-Ziegelei-Gelände nicht schnell genug vorangehe.

Die Stadträte hatten am Dienstagabend insgesamt sechs Lose zu vergeben. Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) wies im Vorfeld der Losvergaben darauf hin, dass "nur sehr wenige Angebote" im Rathaus eingegangen seien und man das wirtschaftlichste nun zur Abstimmung bringe.

Das Bauhauptgewerk mit einem Auftragsvolumen von 443 731 Euro geht an die Firma Hoch- und Ausbau Detlef Wolsch in Weißwasser. Der Bauunternehmer und Klartext-Stadtrat war während der Ratssitzung nicht anwesend. Der Gerüstbau soll die Firma N+P Niedrig und Partner Bau GmbH aus Görlitz für etwa 11 000 Euro übernehmen. Das Dach des künftigen Neubaus wird vom Krauschwitzer Unternehmen Melchior zu einem Preis von 105 000 Euro errichtet. Das Unternehmen habe laut Oberbürgermeister die veranschlagten Kosten von etwa 140 000 Euro weit unterboten.

Für die ausgeschriebenen Metallbauarbeiten hatte nur das Rietschener Unternehmen Stahl- und Metallbau ein bewertbares Angebot abgegeben. Es erhielt den Zuschlag für insgesamt 21 000 Euro. Auch nur ein verwertbares Angebot sei laut Oberbürgermeister für Sanitär- und Heizungsinstallationen eingegangen. Das Weißwasseraner Unternehmen Bernhard Stefan erhielt den Zuschlag für insgesamt 300 000 Euro. Das wirtschaftlichste von zwei Angeboten in Sachen Elektroinstallationen kam von ERF aus Weißwasser. Das Unternehmen führt die Arbeiten für 281 000 Euro aus.

"Ich freue mich darüber, dass die Vergaben an Unternehmen aus der Region vergeben werden konnten", erklärte Torsten Pötzsch nach den Vergaben während der Sitzung. Das investierte Geld bleibe so im näheren Umland und sichere Arbeitsplätze.

Der Baubeginn für den Hort soll laut Thomas Böse im Mai erfolgen. Insgesamt kostet der Neubau 2,175 Millionen Euro. Die Stadtverwaltung rechnet mit der Fertigstellung des Gebäudes Mitte kommenden Jahres.

Zum Thema:
Den ersten Beschluss, die Kita Regenbogen und den Hort zu trennen, gab es im Oktober 2014 im Stadtrat. Im November wurden die Standorte für die Kita - sie wird zwischen Stadion der Kraftwerker, Eisarena und Grillparzer-Straße gebaut - und den Hort an der Bautzener Straße festgelegt. Im Dezember 2015 beschloss der Rat Mehrausgaben von 175 000 Euro für den Hort. Die Pläne lagen im Januar 2017 vor. Im März wurden nun erste Bauvergaben getätigt.