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| 13:07 Uhr

Aufgeschnappt
Der OB klickt allein und die Rietschener verwenden kreativ einen Bierkrug

Was am Rande der Geburtstagsfeier der Station Junger Naturforscher und Techniker Weißwasser geschah oder bei den Proben der Schleifer für die Veranstaltung „Bräuche, Trachten, Traditionen“ – das haben die RUNDSCHAU-Reporter aufgeschnappt.

Die Station Junger Naturforscher und Techniker Weißwasser feierte in dieser Woche ihren 65. Geburtstag. Ungewöhnlich die Anfangszeit um 11 Uhr. Doch irgendwie verzögerte sich alles ein bisschen. Stationsleiter Bernd Frommelt: „Wir brauchen keinen Zeitplan zu machen, wenn wir ihn nicht einhalten.“ Alles kein Problem, ansonsten lief alles wie am Schnürchen. Auch die vielen lobenden Worte über das Tun der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter, denen es eine riesige Freude ist, Kinder und Jugendliche für die Freizeitangebote zu begeistern.

Nach dem offiziellen Teil der Geburtstagsfeier der Station wurde auf das Jubiläum angestoßen, und die Gratulanten wurden zu Häppchen eingeladen. „Das haben alles meine Kollegen gebacken, die Brote geschmiert, auch mit vegetarischen Aufstrichen und mit Hackepeter …“, sagte Bernd Frommelt.

Bei einer Tagung zum Unesco Gobal Geopark Muskauer Faltenbogen in Bad Muskau berichtete Piotr Kuliniak, der Bürgermeister von Leknica, was alles dank umfangreicher Fördermittel geworden ist. Dafür nutzte der Pole eine vorbereitete Präsentation, die er vom Laptop abrief. Doch irgendwie klappte das mit dem Klicken nicht immer. Kuliniak: „Ich habe einen neuen Informatiker, ich glaube, ich kann die Präsentation nicht richtig bedienen“. Weißwassers OB Torsten Pötzsch entgegnete lachend: „ Ich hab erst gar keinen Informatiker und mach das allein ...“

Erfinderisch mussten die Mitwirkenden der Veranstaltung „Bräuche, Trachten, Traditionen“ in Schleife sein, als sie sich am Tag vorher zur Probe trafen. Da doch einige auswärts arbeiten oder studieren, waren längst nicht alle bei der Probe dabei. Ricarda Mäkelburg vom Hochzeitszug  zum Beispiel ließ sich davon nicht abhalten und tanzte gerade so, als würde sie mit ihrem Mann übers Parkett schweben.

Manchmal wird es selbst der Braut – in die Rolle war Doreen Nowusch geschlüpft - zu anstrengend, dann brauchte sie eine Verschnaufpause. Auf der Bank vor dem wunderschönen Bühnenhaus  war ein guter Platz dafür. Blöd nur, dass die Paparazzi im Saal waren und auch mitbekamen, wenn schnell mal die Röcke hochgerafft und die Strümpfe hochgezogen wurden.

Die sorbische Hochzeit mit allem Drum und Dran hielt Andy Paulik mit der Kamera fest. Das Sorbische Folkloreensemble hatte ihn sozusagen als Hochzeitsfotografen engagiert. In diesen Dingen kennt sich der Trebendorfer bestens aus.

In der Ratssitzung in Trebendorf war Jens Albrecht, Referatsleiter in der sächsischen Staatskanzlei, zu Gast. Im Laufe des Abends erwies sich der Sachse als Allrounder. Egal, ob es um Fragen zum Breitbrandausbau oder Auswirkungen des Tagebaus Nochten auf die Anwohner ging – sein Wissen begeisterte die Räte so, dass Tilo Niemz ihn kurzentschlossen in die nächste Einwohnerversammlung einlud. Albrecht sagte zu, wird am 23. Mai dabei sein. Doch Bürgermeister Waldemar Locke, der augenzwinkernd darum bat, Albrecht möge doch jetzt an jeder Sitzung teilnehmen, erhielt einen Korb.

Der Elferrat Bad Muskau und seine Funken haben sich wieder als Werbeträger für die Parkstadt bewährt. Das zumindest hat Stadträtin Heidi Knoop in der jüngsten Ratssitzung festgestellt. Beim Umzug der fröhlichen Leute in Bad Muskau wären die Muskauer mindestens für zehn Minuten im Bild des RBB gewesen. Dabei musste der Werbeträger hart im Nehmen sein. „Es war schließlich saukalt“, so Heidi Knoop weiter.

Bei der Unterhaltung der Wanderwege hat Bad Muskau Nachholbedarf, wurde in der Stadtratssitzung festgestellt. Einmal beim Thema äußerte Stadtrat Dieter Gloyna einen Wunsch. Der Muskauer Faltenbogen hat sich schon lange einen Fernwanderweg verdient. „Bis Köbeln“, schickte Gloyna mit einem Augenzwinkern hinterher.

Jüngst hat Cord Panning, Geschäftsführer der Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau, die Eröffnung der Ausstellung „Schlösserlandschaften in der deutsch-polnischen Grenzregion“ im Sächsischen Landtag in Dresden besucht. Panning beschrieb, wie es ihm bei der Rückfahrt ergangen ist. Aus der Hochkultur ging es sozusagen zurück in die Lausitz. Bis hinter Bautzen habe die Kultur noch nachgewirkt. Doch dann kam irgendwann der dunkle Wald. Und dort nehmen die Kiefern reziprok zur Anzahl der Menschen zu. Panning stieg mit diesem „Erlebnisbericht“ in die Eröffnung der Ausstellung „Beyond the River“ ein, die erstmals ganz moderne Kunst nach Bad Muskau bringt.

In der Gemeinderatssitzung in Rietschen war für die Wahl des Friedensrichters die Wahlurne notwendig. Die war aber verschwunden.  Doch die Rietschener wussten sich zu helfen. Ein Bierkrug der Feuerwehr – dort tagte man – wurde als Wahlurne genutzt. Wobei Krug relativ ist. „Das ist ja eher ein Krügchen“, so Ratsmann Christoph Eckert. Doch dank der geschickten Falttechnik der Gemeinderäte passten alle Wahlzettel ins Gefäß hinein.⇥(ni/rw)

(ni/rw)