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| 14:38 Uhr

Rettungswache
Der letzte Nagel für die neue Görlitzer Rettungswache

Dieter Peschel, Bauamtsleiter des Landkreises, schlug den symbolischen letzten Nagel ein.
Dieter Peschel, Bauamtsleiter des Landkreises, schlug den symbolischen letzten Nagel ein. FOTO: Uwe Menschner
Görlitz. Der Standort an der Reichertstraße wird vergrößert, weil die moderne Technik mehr Platz braucht. Gebaut wird parallel zum laufenden Dienst der ASB-Mitarbeiter. Von Uwe Menschner

Der Landkreis Görlitz investiert weiter in das Netz seiner Rettungswachen. Nachdem bereits in der jüngeren Vergangenheit entsprechende Standorte in Löbau, Bernstadt (Altbernsdorf) sowie Görlitz-Weinhübel ihrer Bestimmung übergeben wurden, gab es für die Sanierung und Erweiterung der Wache auf der Reichertstraße in Görlitz in dieser Woche das Richtfest.

„Neben der Sanierung der vorhandenen Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Hauptgebäudes Reichertstraße 112 bauen wir zwei den heutigen Erfordernissen entsprechende Hallen für jeweils drei Fahrzeuge neu“, erklärt der Bauamtsleiter des Landkreises, Dieter Peschel. Dafür mussten sechs Reihengaragen und die alte verschlissene Fahrzeughalle weichen.

Eine der neuen Hallen wird mit zwei Waschplätzen ausgestattet. Für jedes Fahrzeug steht eine Fläche von 45 Quadratmetern zur Verfügung – und das nicht, weil der Landkreis zu viel Platz hat, sondern weil die mit hochwertiger Technik ausgestatteten Rettungsmittel diese Fläche benötigen.

Über einen Zwischenbau sind die Hallen mit dem Hauptgebäude verbunden. Das Verbindungsgebäude enthält Räumlichkeiten für Dekontamination und Desinfektion, ein Kfz-Lager, einen Geräteraum sowie verschiedene Lagerräume. Entsprechend den aktuellen Anforderungen werden die Umkleide- und Sozialräume im Erdgeschoss saniert: „Erfreulicherweise gleicht sich das Verhältnis von Männern und Frauen im Rettungsdienst immer weiter an“, betont Norbert Wege, Geschäftsführer des ASB Görlitz, der die Rettungswache Reichertstraße (neben mehreren weiteren im Landkreis) betreibt. „Dafür waren die Bedingungen bisher nicht optimal. Das soll sich jetzt ändern.“

Die besondere Herausforderung besteht darin, den laufenden Dienst parallel zu den Bauarbeiten abzusichern. Immerhin sind hier zwölf Mitarbeiter des ASB im Rund-um-die-Uhr-Betrieb beschäftigt. Ihnen stehen drei Krankentransportwagen, zwei Rettungstransportwagen und ein Notarzt-Einsatzfahrzeug zur Verfügung.

Abgeschlossen werden sollen die Bauarbeiten zum Jahresende, wobei Dieter Peschel hier aus leidvoller Erfahrung einschränken muss: „Bisher ist erst etwa ein Drittel der Lose ausgeschrieben. Und derzeit ist es die Norm, dass das günstigste Angebot um etwa ein Drittel höher liegt als die Planung, wenn man überhaupt ein Angebot bekommt.“ Immerhin: Die bislang ausgeführten Arbeiten liegen kostenseitig im Plan, der eine Gesamtinvestition von 1,2 Millionen Euro vorsieht. Die Firmen kommen aus den Kreisen Görlitz und Bautzen.

Und mit der Fertigstellung des Standortes Reichertstraße ist das Rettungswachen-Bauprogramm noch lange nicht abgeschlossen: In Planung befinden sich weitere Objekte unter anderem in Rietschen und Förstgen. „Die Verhandlungen mit den Krankenkassen zur Kostenübernahme sind abgeschlossen, die endgültige Entscheidung fällt aber erst im Zuge des Haushaltsbeschlusses durch den Kreistag, denn schließlich müssen wir vorfinanzieren“, so Dieter Peschel.