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| 18:45 Uhr

Gastronomie
Der Heimat etwas zurückgeben

Tino Simmank (l.) ist seit vier Monaten selbstständiger Gastronom in Weißwasser. Am Montag begrüßte er OB Torsten Pötzsch.
Tino Simmank (l.) ist seit vier Monaten selbstständiger Gastronom in Weißwasser. Am Montag begrüßte er OB Torsten Pötzsch. FOTO: Regina Weiß
Weißwasser. In der Reihe OB vor Ort besucht Torsten Pötzsch Tinos Sportsbar und Restaurant.

(rw) Als Tino Simmank noch ein kleiner Junge war, wollte er Fußballprofi werden. Die zweite Option sei Koch gewesen. Nun kann er in Weißwasser Küche und Fußball zusammenbringen, denn seine Wirkungsstätte – Tinos Sportsbar und Restaurant – befindet sich im Turnerheim, der Heimat vom VfB Weißwasser. Am Montag schaute trotz Ruhetag Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) im Rahmen der Wirtschaftsgespräche von OB vor Ort vorbei.

Simmank, der sozusagen seiner Heimat kulinarisch etwas wiedergeben möchte, war nach Jahren im Allgäu, der Schweiz, auf einem Kreuzfahrtschiff und Dresden wieder nach Weißwasser zurückgekehrt. Die Familie war das eine Zugpferd, die Liebe das andere. Nach Führungsverantwortung in der Gastronomie setzte er nun seinen Plan vom eigenen Geschäft um.

Gut sei gewesen, mit den Verantwortlichem vom VfB gleich einen guten Draht gefunden zu haben. Das setzte sich auch bei den Renovierungsarbeiten fort. Bei Stromleitungen aus DDR-Zeiten in der Küche kann man durchaus von einem Sanierungsstau sprechen.

In der großen Küche kann er nun schalten und walten nach Herzenslust. Zwei Mitarbeiter gehören noch zum Team. Drei sollen es mal werden. „Die Weißwasseraner sind sehr neugierig“, weiß Simmank. Sie aber immer wieder hoch vom Sofa zu bekommen, sei nicht so einfach. Deshalb ist er froh mit Wirtschaftsförderer Thorsten Rennhak gleich das Thema Außenwerbung besprechen zu können: Was ist genehmigungsfrei, wofür muss der Kreis grünes Licht geben oder was regelt die Sondernutzungssatzung der Stadt? „Ich bin Existenzgründer. Das weiß man ja alles gar nicht“, so der 34-Jährige.

Nicht alles liegt natürlich in seiner Hand, wie das Thema Parkplätze. Mit der Befestigung des Areals gegenüber vom Turnerheim ist ein wichtiger Schritt gelungen. „Jetzt wollen wir den Platz noch widmen, haben dabei aber festgestellt, dass ein Stück Fläche dem Lasuv gehört“, so Pötzsch. Kaufen oder pachten vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr? Wie, nach dem Haushaltsbeschluss? Der steht auch einem anderen Vorhaben im Wege. Gemeinsam mit dem Verein wollte man bei den Umkleiden investieren. Dringend notwendig, sagt Torsten Pötzsch. Rund 90 000 Euro waren geplant. Nun nicht mehr. Heißt, der VfB spielt Landesklasse, die Umkleiden haben Kreisklassen-Niveau.

(rw)