"Der Widerspruch wird laut Verwaltungsverfahrensgesetz bearbeitet. Eine verbindliche Auskunft ist erst nach Abschluss des Verfahrens möglich", teil Kreissprecherin Marina Michel der RUNDSCHAU auf Nachfrage mit. Zu einem zeitlichen Abschluss des Verfahrens will sich die Kreisbehörde derzeit nicht äußern.

Fakt ist, nach der Fertigstellung der Ortsdurchfahrt in Gablenz sind so einige Verkehrsschilder nicht mehr da, wo sie einst standen. Manchen Autofahrern ist es vielleicht noch nicht aufgefallen, doch die Tempo 30 ab der Kirche oder das "Achtung, Kinder" an der Bushaltestelle in der Ortsmitte gibt es nicht mehr. Genau so, wie das Schild "Gehweg, Radfahrer frei." Letzteres hat Folgen für alle radelnden Gablenzer, die älter als acht Jahre alt sind. Sie müssen nun auf der Straße fahren. Jüngst entzündete sich gerade um dieses Thema eine heftige Diskussion unter den Gästen des Gemeinderates. "Man hat uns immer versprochen, es wird besser, wenn die Straße gebaut wird. Nun wird es ja schlechter. Das kann doch nicht sein", hieß es aus den Reihen der Bürger. Auch Bürgermeister Dietmar Noack (CDU) meldete Kritik an. Von allen drei Seiten der Ortslage führen Radwege nach Gablenz, aber im Ort selber würden diese nun durch die Neuregelung unterbrochen. "Das ist für den Tourismus alles andere als gut", so sein Kommentar. Beim Neujahrsempfang bekräftigte er im Beisein von Landrat Bernd Lange (CDU) die Kritik. Die Neuregelung, so Noack, sei völlig unverständlich. Man werde sich das nicht gefallen lassen und mit der jetzigen Situation nicht zufriedengeben.

Um die Bürger auf die neue Situation noch einmal explizit hinzuweisen, ist nun eine Verkehrsteilnehmerschulung organisiert worden. Diese findet am Mittwoch, 3. Februar, im Gemeindesaal statt. Los geht die Veranstaltung um 18 Uhr und ist offen für alle Interessenten, hieß es jüngst im Gemeinderat.