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| 01:38 Uhr

Der Erfinder aus Lauchhammer

Kurt Hanusch zeigt seine Erfindung. Der 87-Jährige hat ein Perpetuum mobile entwickelt, das sich – nach eigenen Angaben – selbst mit Energie antreiben kann.
Kurt Hanusch zeigt seine Erfindung. Der 87-Jährige hat ein Perpetuum mobile entwickelt, das sich – nach eigenen Angaben – selbst mit Energie antreiben kann. FOTO: Jana Wieduwilt
Lauchhammer.. „Ich habe eine bahnbrechende Erfindung gemacht. Mir ist es gelungen, ein perfektes Perpetuum mobile zu entwickeln. Das ist eine Maschine, die sich, wenn sie einmal angelaufen ist, ohne Energie von außen weiter bewegt und Arbeit verrichtet“, sagt Kurt Hanusch. Das dazugehörige Wasserrad für das Wunderwerk der Technik steht im Garten von Kurt Hanusch in Lauchhammer. Der 87-Jährige hat hier nicht nur eine Attraktion für den Privatgebrauch, sondern eine völlig neue Entwicklung geschaffen, so erzählt er, während sich das Rad dreht und einen Generator zur Stromerzeugung antreibt. Von Jana Wieduwilt

Mit dem erzeugten Strom versorgt Kurt Hanusch sein Wohnhaus mit Beleuchtung. Wie das Ganze funktioniert, erklärt der sympathische Lauchhammeraner gern: „Ich habe ein Wasserrad konstruiert, das etwa einen Durchmesser von drei Metern hat, außen sind 40 Wasserkästen angeschweißt, die je einen Liter Fassungsvermögen haben. Wenn das Rad sich dreht, wird das Wasser damit nach oben getragen und unten wieder ausgeschüttet, aber nicht vollständig. Dieser Rest des Wassers sorgt für genügend Schwung des Rades, so dass es eine vierfache Leistung erzielen kann. Ein Keilriemen treibt den Generator an, der zwei bis drei Kilowatt Wechselstrom erzeugen kann und damit etwa zwei Haushalte mit Strom versorgen kann. Momentan aber ist ein Gleichstromgenerator mit einer Leistung von 800 Watt angeschlossen.“ Das Wasserrad selbst benötigt, wie Kurt Hanusch sagt, nur eine Wasserpumpe, die 150 Watt Leistung hat.
Den Beweis, dass er die gängigen Erkenntnisse der Physik überlistet hat, möchte sich Kurt Hanusch gerne von Fachleuten bestätigen lassen, auch deshalb wandte sich der pfiffige Erfinder an die RUNDSCHAU. „Gerne können Ingenieure und Professoren meine Erfindung anschauen und deren Wirkungsweise prüfen“, stellt er sich auch dem fachlich versierten Publikum.
„Unzählige Arbeitsstunden stecken in meiner Erfindung“ , erzählt der rüstige Senior, der im Arbeitsleben als Sicherheitsingenieur im Schwermaschinenbau Lauchhammer tätig war. Schon damals war er stets auf der Suche nach ausgetüftelten Lösungen auf kniffelige Probleme und konnte mehrere Neuerervorschläge einreichen, die auch entsprechend mit hohen Auszeichnungen gewürdigt worden sind. Auf die Idee, das Wasser für die Entwicklung seines „Perpetuums“ zu nutzen, kam er, nachdem der Sturm vor Jahren sein Windrad zerstört hatte.
Kurt Hanusch sucht jetzt die Öffentlichkeit, um seine Erfindung zu präsentieren. „Wissen Sie“, sagt er zum Schluss: „Ich habe seit vielen Jahren eine künstliche Hüfte und kann sehr schlecht laufen. Wenn ich aus meiner Erfindung dann hoffentlich viel Geld verdiene, dann lass’ ich mir eine neue einsetzen.“ Und Kurt Hanusch ist überzeugt, dass seine Erfindung ungeahnte Möglichkeiten der Energieversorgung von Gebäuden beinhaltet. „Stellen Sie sich doch einmal vor, damit kann man ein ganzes Haus völlig unabhängig von externen Stromanbietern mit Energie versorgen, wenn das Gerät in Serie produziert und entsprechend im Handel angeboten werden kann.“ Kurt Hanusch strahlt. „Ich möchte meine Erfindung auf der ganzen Welt bekannt machen“, wünscht er sich. Vorher aber ist er auf der Suche nach Experten, die seine zum Patent angemeldete Erfindung fachlich beurteilen.