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Görlitz
DGB unterstützt Donnerstag Siemens-Mitarbeiter

Görlitz. Die Beschäftigten des Siemens Turbinenwerks in Görlitz demonstrieren am Donnerstag gegen die drohende Werksschließung. Der DGB unterstützt die 900 Mitarbeiter. Von Sascha Klein

Der DGB Ostsachsen wird die Demonstration der Siemens-Beschäftigten in Görlitz am Donnerstagmittag solidarisch unterstützen. Das Siemens Turbinenwerk in Görlitz beschäftigt 900 Mitarbeiter. Der tarifgebundene Betrieb hat eine zentrale Rolle im Landkreis Görlitz. „Es gibt kaum adäquate Arbeitsplätze, da die Tarifbindung in Ostsachsen sehr niedrig ist“, sagt Dana Dubil, Regionsgeschäftsführerin des DGB Ostsachsen.

Der DGB in Ostsachsen nehme das gemeinsam mit seinen Einzelgewerkschaften nicht kampflos hin. Die Region brauche gesellschaftspolitisch und wirtschaftlich den Betrieb, hier stehe die Zukunft der Region auf dem Spiel, mahnt die Gewerkschafterin.

Auch der sächsische Grünen-Bundestagsabgeordnete Stephan Kühn schließt sich dem Protest gegen die drohende Schließung des Siemenswerks in Görlitz an und nimmt an der Demonstration am Donnerstag teil. Das teilen die Grünen mit. In einem Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Siemens AG, Joe Kaeser, fordert er den Konzern auf, den Standort und die Arbeitsplätze zu erhalten: „Die Schließungspläne gehen an den Marktanforderungen vorbei und blenden das Potential des Standortes vollkommen aus. Gerade im Zeitalter erneuerbarer Energien spielt die Technologie der Industriedampfturbine heute und auch in Zukunft eine wichtige Rolle, da sie nicht von fossilen Energieträgern abhängig ist“, so Kühn.