| 17:59 Uhr

Dem Schloss aufs Dach geschaut

Vom Schlosshof geht es hoch hinaus. Gerd Preußing kann im Rettungskorb die Leiter in Länge und Position steuern. Mehr Eindrücke unter www.lr-online/bilde.de
Vom Schlosshof geht es hoch hinaus. Gerd Preußing kann im Rettungskorb die Leiter in Länge und Position steuern. Mehr Eindrücke unter www.lr-online/bilde.de FOTO: Weiß
Bad Muskau. Jetzt haben die Feuer wehren den Dreh raus, wie sie die neue Dreh leiter am Neuen Schloss in Bad Muskau postieren müssen, um im Fall eines Falles gewappnet zu sein. Regina Weiß

Wer am Dienstagabend auf Parkspaziergang war, hat beim Neuen Schloss eine längere Pause eingelegt. Vor allem Kinder machten große Augen, als sie plötzlich Personen über den Innenhof "schweben" sahen, die sich immer mehr den Rittern auf dem Dach näherten. Dieser Blick auf die Zinnen des Neuen Schlosses war nur dank der Feuerwehr-Drehleiter möglich. Die neue Technik war im Herbst 2016 bei der Feuerwehr Weißwasser in Dienst gestellt worden.

Am Dienstag war sie der Mittelpunkt des operativ-taktischen Studiums der Kameraden am Neuen Schloss. "Einmal im Jahr findet das statt, um sich einen Überblick zu verschaffen", so Stadtwehrleiter Andreas Haertel. Daran nehmen die Kameraden der Feuerwehren Bad Muskau-Stadt, Köbeln und Weißwasser teil. Es sind die, die auch im Ernstfall sofort ans Schloss beordert werden. Wie erst am Sonntag, als sich die Brandmeldeanlage bemerkbar gemacht hatte.

Derweil sich der Großteil des Trosses am Dienstag im Gebäude umsah, dirigierte Weißwassers Feuerwehrchef und ehrenamtlicher Kreisbrandmeister Gerd Preußing die Leiter zu diversen Punkten am Schloss. Frank Wolsch lenkte sie bei ihrer Premiere an den entsprechenden Platz. Nur Sekunden brauchte es, um die Drehleiter einsatzfähig zu machen. Ruck-Zuck war sie auf 30 Meter Länge ausgefahren. So können die Feuerwehrleute auch Menschen aus den obersten Fenstern des Schlosses retten.

Im Schlossinnenhof dokumentierten Andreas Haertel und der Köbelner Feuerwehrchef Frank Hebig die Positionen der Drehleiter. Sie wechselte am Dienstagabend mehrfach den Standort, um sozusagen den richtigen Dreh rauszufinden.

Natürlich wurde die Übung auch für das Fotografieren genutzt. Die meisten Bilder machte Joachim Klenner. Der Hausfotograf der Feuerwehr ließ sich die besondere Gelegenheit nicht entgehen, um eifrig auf den Auslöser zu drücken.