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| 17:56 Uhr

Sternengucker
Dem Mars ein Stück näher

Wer wollte, konnte durch Teleskope den Himmel beobachten.
Wer wollte, konnte durch Teleskope den Himmel beobachten. FOTO: Arlt Martina
Weißwasser. Lausitzer Sternengucker laden in Weißwasser zu Himmelsbeobachtung ein.

Dass das Gebiet der Lausitzer Heimat den schönsten Sternenhimmel bietet, davon sind  die 17 Vereinsmitglieder der Lausitzer Sterngucker unter Leitung von Rüdiger Mönch ganz sicher überzeugt. Seit zwölf Jahren haben sie eine besondere Mission und dafür laden sie immer wieder zu interessanten astronomischen Beobachtungsabenden ein.

Am Freitagabend versammelten sich kleine und große Besucher im Saal der Station Junger Techniker in Weißwasser. Sie waren schon recht gespannt auf den Vortrag der Sterngucker zum Thema Mars. Es gab Bilder, die den Vergleich von Erde und Mars darstellten. Wer an diesem Abend warm angezogen war, wagte auch mit großen Teleskopen im Freien einen Blick zum Himmel. Dafür bot Sternenfreund Horst Deckwerth beste Technik mit seinem Teleskop, verbunden mit Kamera und Bildschirm, an. Denn es gab das Phänomen, eine Sternbedeckung vom Aldebaran durch den Mond. Der Orionnebel entwickelte sich zu einem den Plejaden ähnlichen offenen Sternhaufen. Wer einen Blick zum abendlichen Sternenhimmel am Freitag richtete, machte ganz sicher interessante Beobachtungen. Schnell konnte man erkennen, dass die Winterbilder noch eindeutig die Szene beherrschen. Sirius im Großen Hund hat die höchste Stellung im Süden eingenommen. Dagegen steht der Himmelsjäger Orion schon westlicher.

Die Beobachtung der Sternennacht wurde auch gleich mit den Teilnehmern des Technikcamps verbunden. Denn unter Leitung von Randolf Rotta (36), Technischer Mitarbeiter an der BTU Cottbus für Informatik, fand in der Zeit vom 19. bis zum 24. Februar in der Station wieder ein Feriencamp statt. Die Teilnehmer übernachteten in den Bungalows, schon eine Herausforderung bei diesen frostigen Temperaturen. Doch sie ließen sich von ihrer Mission nicht abbringen und bauten Mars-Rover (Roboter). Diese acht Exponate stellten sie auch gleich am Freitagabend den Besuchern in der Station vor.

Die Mars-Rover wurden aus Bausätzen für Motoren und Ketten in Handarbeit gebaut. Das gesamte Gehäuse entstand aus Sperrholz. Darin befanden sich kleine Computer, die die Steuerung der Motoren, Sensoren und Lichter übernahmen. „Das war schon eine tolle Sache. Es gibt noch viele gute Ideen und das Bauen von Robotern könnte noch verbessert werden. Wir würden uns freuen, wenn wir auch 2019 wieder so ein Camp für die 13- bis 18-Jährigen durchführen könnten. Zum diesjährigen Campabschluss kochten wir dann noch Spagetti“, sagt Randolf Rotta. Das Camp war ein Gemeinschaftswerk mit der BTU Cottbus in Kooperation mit der Station Junger Techniker Weißwasser und dem Zuseum Bautzen. Daran nahmen sieben Teilnehmer und sechs Betreuer teil. Die Interessenten kamen aus Bautzen, Oppach, Görlitz und Weißwasser.

Schon jetzt laden die Lausitzer Sterngucker für Mitte April zum großen Astro-Treffen nach Sagar-Kaupen ein. Am 23. Juni gibt es in der Station Junger Techniker Weißwasser einen Tag der offenen Tür mit Astro-Sonnenbeobachtungen.