Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), Vertreter des Landkreises Görlitz, des US-Konsulats aus Leipzig sowie Vertreter der amerikanischen Streitkräfte werden am Sonntag, 8. März zwischen 13 und 15.30 Uhr in der Eisarena Weißwasser zum öffentlichen Freilauf erwartet. Wie Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) weiter informiert, wird es dort Infostände der US-Streitkräfte geben, die über das Manöver Defender 2020 berichten.

Die Staatsregierung, die Stadt Weißwasser und ihre Partner in der Eisarena – wie etwa der EHC Lausitzer Füchse – laden alle Interessierten und Eisfreilaufbegeisterten ein, an diesem Tag kostenlos das Freilaufen zu genießen. Auch ein Rahmenprogramm wird geboten. So wird etwa die „Shape International Band“ – die internationale Militärband der Nato – live spielen.

Roberto Kuhnert (AfD) hatte sich während der Stadtratssitzung in Weißwasser erkundigt, ob die Veranstaltung von der Stadtverwaltung oder von der Staatsregierung ausgeht. „Das ist die Sache von Dresden“, antwortet Pötzsch.

Frankenberg

Gegenveranstaltungen zum Manöver Defender 2020 geplant

Nach Angaben des Rathauses in Weißwasser sind bereits zwei Versammlungen gegen die Ausrichtung in der Eisarena angemeldet. So wollen etwa ein Friedensbündnis sowie die Partei Die Linke Gegenveranstaltungen organisieren. Das Versammlungsrecht erlaubt, dass noch bis 48 Stunden vor einer Veranstaltung, Versammlungen angemeldet werden dürfen.

Rico Gebhard, Fraktionsvorsitzender der Linken im Landtag, etwa bezeichnet das Manöver als „Kriegsmanöver“ und wirft Sachsens Ministerpräsidenten vor, dass er „dazu keine kritischen Worte“ findet, sondern stattdessen zu einem „Jubelkonzert mit der Nato-Band“ einlädt. „Aber Kriegsgefahr ist kein Grund zum Feiern. Wenn Kretschmer ruft ,Let’s Rock!‘, dann rufen wir: Let’s protest!“, so Gebhardt.