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| 13:43 Uhr

Bad Muskau
Daubitzer besingen Wilthener Weinbrand

Der MGV 1845 Bad Muskau gilt als Organisator des Singens vor der Bergschen Kirchruine.
Der MGV 1845 Bad Muskau gilt als Organisator des Singens vor der Bergschen Kirchruine. FOTO: Torsten Richter-Zippack / LR
Bad Muskau. 100 Besucher genießen den Gesang vor der Bergschen Kirchruine in Bad Muskau. Von Torsten Richter-Zippack

Alljährlich am Vorabend des Maifeiertages lädt der Männergesangverein 1845 Bad Muskau zum Chorsingen auf die Wiese vor der Bergschen Kirchruine im Muskauer Bergpark ein. Als Gastchor fungieren diesmal die Schlesischen Schwalben aus Daubitz. Chorleiter Wolfgang Frister hat nicht nur zahlreiche Sänger mitgebracht, sondern ebenso sein Akkordeon. Kein Wunder, präsentiert das langjährige Mitglied des Sorbischen Nationalensembles unter anderem sein selbst geschriebenes Oberländer-Lied. Darin heißt es sinngemäß: „Wo Sachsens bester Weinbrand ist, ist unser Heimatland.“ „Eine Hommage an den Wilthener Weinbrand“, begründete Frister. Allerdings werben die Daubitzer nicht nur für alkoholische Getränke, sondern ebenso für ihr eigenes Heimatdorf. Mit Countryklängen stimmen die „Schwalben“ schon mal auf das große Countryfest ein, das am letzten Juni-Wochenende im Daubitzer Ortsteil Walddorf stattfindet.

Die Bad Muskauer Sänger haben neben Mozart-Stücken, dem Steigerlied und diversen Volksweisen auch das Heimatlied der Parkstadt mitgebracht. „Aus der Taufe gehoben wurde es bereits in den 1930er-Jahren von Georg Gebhardt und Uwe Kamenz“, erklärt Chorleiter Rainer Wetzorke. 16 Sänger hat er an diesem lauen frühsommerlichen Abend mitgebracht, insgesamt engagieren sich im traditionsreichen Männergesangverein 24 Musikfreunde. Zu wenig, findet Wetzorke, der einst der Weißwasseraner Stadtchor leitete. „Wir benötigen dringend Nachwuchs. Insbesondere fehlen Tenöre“, sagt der Dirigent. Diese seien für die Ausgewogenheit der einzelnen Stimmen im Chor unverzichtbar.

Zum ersten Mal haben die Musikfreunde Sitzbänke auf der Wiese vor der Bergschen Kirchruine platziert. „Vielleicht bieten wir in den kommenden Jahren auch noch einen Imbiss an“, wagt Rainer Wetzorke schon mal einen Blick in die Zukunft. Das Singen am 30. April gibt es indes schon seit vielen Jahren. Anfangs zogen die Sänger über mehrere Stationen durch den Bergpark, und das Publikum folgte. Jetzt wird ausschließlich auf der Kirchwiese mit Panoramablick über Park und Neues Schloss gesungen.