Anstelle des irreparablen Bauwerks entsteht bis Sommer 2011 im Auftrag der Landestalsperrenverwaltung (LTV) ein neues Wehr an derselben Stelle. Zur Verbesserung der ökologischen Situation wird zudem eine Fischtreppe gebaut.

Derzeit weist das Wehr einen so schlechten Bauzustand auf, dass trotz mehrerer Reparaturen in den vergangenen Jahren immer wieder Leckwasser durch das Bauwerk strömt. ,,Dadurch besteht die Gefahr, dass bei weiteren Schäden Teile brechen. Das Wehr nördlich von Bautzen ersatzlos zurückzubauen, ist allerdings nicht möglich. Es erfüllt die wichtige Funktion, den Wasserspiegel der Spree in diesem Bereich auf ein notwendiges Niveau zu erhöhen'', informiert LTV-Pressesprecherin Sandra Kundel. Die LTV lässt es nun neu errichten, um die Betriebssicherheit der Anlage wieder herzustellen. Neben dem neuen Wehr entsteht aber zusätzlich eine Fischtreppe, die Wassertieren den Auf- und Abstieg in diesem Flussteil ermöglicht.

Das Spreewehr liegt im Landschaftsschutzgebiet ,,Spreeniederung Malschwitz. Nur durch das Wehr kann zu jeder Jahreszeit der Mindestwasserspiegel gehalten werden, den der Naturhaushalt hier benötigt. Es sichert aber nicht nur den Wasserstand in diesem Flussabschnitt, sondern speist auch abgehende Gewässer. Die Kleine Malschwitzer Spree zweigt etwa 650 Meter oberhalb des Wehres ab, der Schlossgraben unmittelbar vor der Anlage. Ohne die Wasserausleitung am Wehr würden die Bäume am Mühlgraben Schaden nehmen genauso wie die Bausubstanz des historischen Wasserschlosses. Das Projekt wird mit Mitteln der Europäischen Union finanziert. pm/jola