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| 22:20 Uhr

Engagement
„Wir wollen das Ohr an der Basis sein“

Kati Struck, Enrico Noack und Tom Lehnert wollen sich verstärkt politisch engagieren.
Kati Struck, Enrico Noack und Tom Lehnert wollen sich verstärkt politisch engagieren. FOTO: Regina Weiß
Bad Muskau. Warum Kati Struck, Enrico Noack und Tom Lehnert sich politisch engagieren. Von Regina Weiß

(rw) Meckernd am Gartenzaun stehen und die Weltrevolution anschieben, ist ziemlich einfach. Mit Worten „ändert“ sich schnell mal was im Land. Wirklich etwas bewegen zu wollen, heißt, sich vom Gartenzaun weg zu bewegen, aktiv zu werden.

Kati Struck aus Schleife, Enrico ­Noack aus Gablenz und Tom Lehnert aus Bad Muskau haben damit begonnen und wollen sogar noch mehr. Wenn im nächsten Mai Wahlen für Gemeinde-, Stadt- und Kreisräte anstehen, dann wollen sie kandidieren. Das sagen sie im Gespräch mit der RUNDSCHAU. Sie sind fest verankert in der Region, verheiratet und haben jeweils zwei Kinder und wollen sich mehr als bisher einbringen.

Alle drei eint eins: Sie wollen für die CDU antreten. Mitglieder im Kreisvorstand ihrer Partei sind sie bereits. Ortsvorsitzende außerdem. Warum gerade jetzt? „Weil sich seit Herbst etwas bewegt und man etwas verändern kann, wenn man sich einbringt“, ist sich Tom Lehnert sicher. Herbst ist genau das Stichwort für Kati Struck vom gleichnamigen Gartenbaubetrieb in Schleife. Noch am Tag der Bundestagswahl hat sie entschieden, in die Partei einzutreten. Das Abstrafen der CDU hat bei ihr erst Frust erzeugt und dann die eigene Aktivität beflügelt. Mittlerweile ist die 49-Jährige stolz, eine Parteiortsgruppe in ihrem Dorf angeschoben zu haben. Ihr ist es wichtig, dass jemand im wahrsten Wortsinn das Ohr an der Basis hat und mit den Menschen vor Ort ins Gespräch kommt. Klar, dass es da oft kritische Stimmen gibt, aber die müsse man aushalten können, ernst nehmen und sozusagen nach oben weiter transportieren.

Enrico Noack ist sich sicher, dass man mit guter Sacharbeit eine ganze Menge erreichen kann. Sein Beispiel ist der Gablenzer Gemeinderat. „Diese Arbeit muss ja fortgeführt werden. Dafür will ich mich einbringen“, so der Gablenzer, der beim Bergbauunternehmen Leag in Schwarze Pumpe arbeitet.

Ähnlich sieht es Tom Lehnert. Schließlich gestalte man Zukunft mit. Und da werden die Aufgaben in der Lausitz nicht kleiner, das fange bei der Vereinsförderung im Kleinen an und gehe bis zum Strukturwandel und seinen Herausforderungen.

Die kann durchaus auch AfD lauten? „Es geht um die kritische Auseinandersetzung, aber wir lassen uns davon nicht treiben“, sagt Kati Struck. Sondern sie wollen ihre eigenen themenbezogenen Schwerpunkte setzen. So ist es ihnen allen dreien wichtig, den Menschen Gesprächs- und Informationsangebote zu unterbreiten. Die nächste Möglichkeit dazu ist  am heutigen Dienstag in Gablenz (siehe Infokasten)