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| 17:18 Uhr

750-Jahr-Feier
Das Dorfleben in bunte Bilder verpackt

Die Bartelsboys legen beim Festumzug gekonnt eine Tanznummer aufs Straßenparkett. Der Beifall ist lautstark. Auch am Abend im proppevollen Festzelt geben sie ihr Bestes.
Die Bartelsboys legen beim Festumzug gekonnt eine Tanznummer aufs Straßenparkett. Der Beifall ist lautstark. Auch am Abend im proppevollen Festzelt geben sie ihr Bestes. FOTO: Regina Weiß
Gablenz. Gablenz feiert seinen 750. Geburtstag auch mit einem bunten Festumzug. Die vielen Gäste am Straßenrand sind sichtlich begeistert. Von Regina Weiß

Im Bartelshof möchte man Samstagvormittag am liebsten sitzen bleiben. Das liegt nicht nur am feuchten Gruß von Petrus, sondern an dem leckeren Duft der Apfelkuchen. 22 sind aufgereiht und einer schöner als der andere. Keine leichte Aufgabe für die Jurorinnen Marina Ahr, Cornelia Thorausch und Angelika Ansorg. Sie wissen nach der Verkostung, wer den besten Kuchen gebacken hat.

Gablenz – der Apfelbaumort, wie das sorbische Jablonc verrät, feiert seine 750 Jahre. 1268 wurde das Dorf erstmals urkundlich erwähnt. Doch wahrscheinlich ist es viel älter, wie Bürgermeister Dietmar Noack (CDU) weiß. Urnengräber am Sauenloch verweisen auf die Besiedlung in der Bronzezeit.

Die Rakotzbrücke rollt durch Gablenz. Heimat- und Frauenverein von Kromlau haben rund 30 Stunden für dieses Bild gearbeitet.
Die Rakotzbrücke rollt durch Gablenz. Heimat- und Frauenverein von Kromlau haben rund 30 Stunden für dieses Bild gearbeitet. FOTO: Regina Weiß

Krieg und Frieden, Schönes und Schlechtes habe die Dorfgemeinschaft in den Jahrhunderten erlebt. „Aber jede Generation hat ihren Anteil geleistet, damit es sich im Dorf gut leben lässt“, ist sich Noack sicher. Er erinnert bei der Festsitzung an geschichtliche Begebenheiten und Entwicklungen, die das Dorf prägten. Dazu gehört auch die Zugehörigkeit als Untertanen zur Standesherrschaft Muskau. „Heute ist das nicht mehr so“, so Noack mit einem Augenzwinkern.

So lässt es sich durch den Ort fahren. Die Frauen gehören zum Heimatverein Gablenz und haben sichtlich viel Spaß und auch Proviant!
So lässt es sich durch den Ort fahren. Die Frauen gehören zum Heimatverein Gablenz und haben sichtlich viel Spaß und auch Proviant! FOTO: Regina Weiß

Teile der Geschichte sind im Bildband „750 Jahre – eine Zeitreise“ festgehalten, dass ein neunköpfiges Redaktionsteam in mehrjähriger Arbeit zusammenstellte. Druckfrisch kann es Samstag präsentiert werden. Die ersten Exemplare erhalten die Macher. Und nicht nur das Buch wird präsentiert, sondern auch ein Maskottchen. Der Apfel entstand bei den Frauen von Kreativ in Ton.

Die ersten Exemplare des neuen Buches erhalten die Macher von Bürgermeister Dietmar Noack (r.) und Blütenkönigin Stefanie.
Die ersten Exemplare des neuen Buches erhalten die Macher von Bürgermeister Dietmar Noack (r.) und Blütenkönigin Stefanie. FOTO: Regina Weiß

„Danke an alle, die sich für das Fest eingebracht haben“, so Noack. Gespannt sei er selbst auf den Festumzug, verrät der Bürgermeister. Kurz darauf führt er ihn gemeinsam mit den Räten selbst an. Da kriegt sich dann auch Petrus ein. „Die Sonne scheint“, kann Moderator Holger Schiffner vom Heimatverein verkünden. Gemeinsam mit Blütenkönigin Stefanie wirft er sich sozusagen die Bälle zu. „Dorfleben ist so schön“, findet Schiffner. Und recht hat er. In 25 Bilder verpackt, zieht es an den hunderten Gästen vorbei. Diese applaudieren oder sind, wie beim Auftritt der Bartelsboys, ganz aus dem Häuschen. Viel Lob gibt es auch für die Rakotzbrücke der Kromlauer, die Wossinka, die gleich drei Generationen für ihre Bilder einspannt, oder die Kita-Knirpse, die Pioniere der ehemalige Schule, Jugendklub und Blau-Weiß Kromlau, den Heimatverein Gablenz. Der lässt nicht nur den Holzbackofen vorfahren, sondern hat auch den Maibaum dabei. Alle Bilder eint eines: Mit viel Liebe zum Detail sind die Wagen ausgestattet. Und alle sehen, wie vielfältig das Dorfleben in Gablenz ist. Dass es sowieso eines der schönsten Dörfer im Landkreis ist, findet Tino Chrupalla, AfD-Bundestagsabgeordneter. Ein Dorf, in dem alle stolz auf das Geleistete sein können, resümiert Thomas Jurk, SPD-Bundestagsabgeordneter. Dass solche Feste gefeiert werden können, funktioniere nur, wenn man Hand in Hand arbeite, ergänzt Lothar Bienst, CDU-Landtagsabgeordneter.

Sie haben während des Festumzuges noch Zeit zum Backen. Es gibt leckeren Zuckerkuchen aus dem Backofen. Ein Beitrag der Wossinka.
Sie haben während des Festumzuges noch Zeit zum Backen. Es gibt leckeren Zuckerkuchen aus dem Backofen. Ein Beitrag der Wossinka. FOTO: Regina Weiß
Das neue Maskottchen: Wie kann es anders sein: Es ist ein Apfel.
Das neue Maskottchen: Wie kann es anders sein: Es ist ein Apfel. FOTO: Regina Weiß