ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 03:08 Uhr

Das Brauereifest ist das Ereignis des Jahres

Stefan Glaab, Geschäftsführer der Wittichenauer Brauerei, präsentiert: das Wittichenauer Export Pils.
Stefan Glaab, Geschäftsführer der Wittichenauer Brauerei, präsentiert: das Wittichenauer Export Pils. FOTO: A. Hummel
Wittichenau. Wittichenauer Bier steht für Tradition und Regionalität. Das zahlt sich offenbar aus, denn die Brauerei hat im ersten Halbjahr 2014 ein leichtes Absatzplus zu verbuchen. Das Brauereifest am Wochenende kann den Trend stützen. Anja Hummel

Am umsatzstärksten Bier aus dem Wittichenauer Sortiment hat sich nichts geändert: Das Pils ist und bleibt am beliebtesten. "Wir bleiben weiterhin hauptsächlich bei der reinen Bierproduktion", so Geschäftsführer Stefan Glaab. Zurzeit führt die Brauerei zwölf verschiedene Sorten, vom Schankbier bis zum Lausitzer Kupfer. "Der Trend geht wieder zurück zum Natürlichen. Es werden weniger Mixgetränke gekauft, die Leute wollen keine unnötigen Süßstoffe im Gerstensaft. Nur das klassische Radler ist im Verkauf stabil", weiß Glaab. Hinsichtlich der Rohstoffe wird das Haus noch regionaler. Das Malz wird bereits von einer lokalen Mälzerei bezogen. "Nur unser Hopfen stammt noch aus Franken. In naher Zukunft möchten wir auch diesen Rohstoff aus der Region beziehen."

Tradition als Erfolgsrezept ist im ersten Halbjahr 2014 geglückt. "Wir haben einen leichten Zuwachs in der Region zu verbuchen. Der frühe Sommer und die Weltmeisterschaft haben das beeinflusst. Und dafür, dass der Biermarkt deutschlandweit rückgängig ist, ist der Absatz ein großer Erfolg für Wittichenau."

Im vergangenen Jahr verließen 16 000 Hektoliter das Haus - das sind rund 8000 Flaschen pro Tag. Insgesamt werden 70 Prozent des Gerstensaftes in Fässer und 30 Prozent in Flaschen abgefüllt. Momentan gibt es 19 festangestellte Mitarbeiter. Unter ihnen ist ein frisch ausgelernter Lehrling, der in diesem Jahr übernommen wurde. Nach einem neuen sei gesucht worden, allerdings ohne Erfolg. "Wir hätten gern jemanden aus der Region ausgebildet, denn ein gewisses Verständnis für unseren Brauort ist sehr wichtig."

Im Jahr 1940 kam Eduard Glaab von Frankfurt am Main nach Wittichenau. Sohn Gottfried Glaab übernahm die Leitung im Jahr 1972, als die Brauerei verstaatlicht wurde. Im Mai 1990 bekam die Familie den Betrieb rückübertragen. Heute ist sein Sohn Stefan Glaab Geschäftsführer der Brauerei. Der gelernte Brauer und Mälzer ist in sein Erbe reingewachsen.

An diesem Wochenende wird in Wittichenau zum 23. Mal Brauereifest gefeiert. Für die Bier-Fans ist es ein beliebstes Fest und für Stefan Glaab das größte Marketingereignis des Jahres: "Es ist die beste Gelegenheit, den Kontakt zu unseren Kooperationspartnern zu pflegen. Wir wollen damit auch einfach zeigen, dass wir die Fahne hochhalten. Wir sind da!" Übrigens lernt Glaabs ältester Sohn Jakob bereits die Kunst des Brauens. Zwar nicht im familiären Unternehmen, aber auch in der Lausitz.

Brauereifest in Wittichenau, Brauereibesichtigungen (Samstag und Sonntag jeweils 13 und 15 Uhr), große Kaffeetafel (Samstag und Sonntag ab 15 Uhr), Brauereiwettkampf (Samstag 16 Uhr), Andrea-Berg-Double-Show (Sonntag ab 16 Uhr) und Tanz (Samstag ab 20 Uhr).