| 03:05 Uhr

Das Bemühen um den Kromlauer Park wächst

Kromlau. "Es war ein sehr konstruktives Gespräch. Ich habe das Gefühl, alle Seiten haben erkannt, dass die Gemeinde allein den Park nicht unterhalten kann", so der Gablenzer Bürgermeister Dietmar Noack (CDU) auf Nachfrage der RUNDSCHAU. Regina Weiß

Am Dienstag hatte der Kromlauer Park im Mittelpunkt einer großen Beratung gestanden, zu der Noack eingeladen hatte. Seiner Einladung waren der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Kretschmer, der SPD-Bundestagsabgeordnete Thomas Jurk, SPD-Landtagsabgeordneter Thomas Baum, Kreisdezernent Christian Linke sowie Vertreter des Landesamtes für Denkmalschutz, vom Sachsenforst, dem Kreisforstamt, der Arbeitsagentur und der Gemeinde gefolgt.

Dietmar Noack hatte das Gespräch angeschoben, um möglichst viele Partner zu gewinnen, um den Kromlauer Park auch künftig am Leben zu erhalten. Denn der Gemeinderat hatte mit seinem im März gefassten Beschluss, Teile des Parks in Wald umzuwidmen, mehr als deutlich angezeigt, dass die Kommune mit ihren Mitteln und ihrer Kraft in Bezug auf den Park am Ende ist.

"Die Denkmalbehörde hat ganz deutlich gemacht, dass es sich beim Kromlauer Park um ein Denkmal mit nationalem Charakter handelt", sagt Noack. Dieses müsse auch so erhalten werden. Das bedeutet aber, dass Waldteile, die es derzeit schon im Parkrund gibt, weiter zum Park gehören. Damit sei auch der Beschluss der Gemeinde nicht umsetzbar. "Sonst müssten wir wirklich Parkwege zurückbauen, damit auch jeder erkennt, dass es kein Park mehr ist", so Noack.

Doch das will nicht wirklich jemand, hat Noack nach der Runde den Eindruck. Vielmehr habe er das Gefühl, dass alle Partner helfen wollen. "Alle müssen nun ihre Hausaufgaben machen", sagt Noack dazu. Heißt, überall sollen Möglichkeiten der Unterstützung ausgelotet werden. Ob es nun die Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gemeinnützige GmbH ist oder die Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau, wie Thomas Jurk nach der Beratung erklärt.

"Wir haben mal aufgeschrieben, was es uns kosten würde, wenn wir nach dem Parkkonzept von Frau Franz jedes Jahr die Aufgaben abarbeiten würden. Da kämen Kosten von rund 400 000 Euro auf die Gemeinde zu." Diese Rechnung hat Noack am Mittwoch auch mal aufgemacht, um deutlich zu zeigen, welche Dimensionen die Verpflichtung für das Denkmal annehmen kann.

Ein erstes sichtbares Signal gab es bereits, die Gemeinde hat jetzt Ein-Euro-Jobber zugeteilt bekommen. Die Maßnahmen laufen bis November.